Montag, 15. August 2011

Einladung: Ab auf den Acker, 14.9.2011

CV Mittleres Ruhrgebiet. Wie viele SlowFoodies interessiere ich mich nicht nur für die Zubereitung sondern auch für die Herstellung von Lebensmitteln. Ich finde als Bioladen Kundin frische, schadstofffreie Produkte aus der Region wichtig. Da ich außerdem Gartenfan bin, lag es nahe das Angebot der Firma Meine Ernte zu nutzen und zusammen mit 60 (!) anderen Interessierten aus Bochum und Umgebung eine Gemüsegartenparzelle zu mieten.

In Kooperation mit einem örtlichen Bauern bietet Meine Ernte in vielen deutschen Städten Gemüsegartenparzellen an. Der Bauer stellt einen Acker zur Verfügung und macht die Erstaussaat bzw. Bepflanzung. Danach ist es dann von Mai bis zum Frost Aufgabe des Pächters sich um seine Parzelle zu kümmern. Per „Fernwartung“ via email bekommt der Gemüse-Anfänger Pflege und Ernte Tipps und auch Rezepte zur Verwertung.

Eine schöne Idee, die uns Frau Ganders von Meine Ernte noch näher erläutern wird. Gleichzeitig können wir bei Bauer Blome die Parzellen in Augenschein nehmen und ich kann aus meinen Erfahrungen aus meinem ersten Jahr als Gemüsebäuerin berichten. Auf jeden Fall sollte man nicht nur gerne gärtnern, sondern auch gerne kochen, denn die Erträge müssen ja auch zubereitet werden, am besten hat man auch viele Bekannte und Freunde, die gerne Gemüse essen.

Wer mehr über Meine Ernte wissen möchte findet unter http://www.meine-ernte.de/ noch mehr Infos.
Direkt vor Ort ein Bild machen, kann man sich am Mittwoch, den 14.09 um 18:30 Uhr.

Dort treffen wir uns an den Gemüse-Parzellen. Sie liegen an der kleinen Straße Auf dem Güstenberg, Bochum Hiltrop. Es ist nur eine schmale Teerstraße mit schlechten Park- und Wendemöglichkeiten. Wer sein Auto schonen möchte, parkt am besten an der Hiltoper Straße und geht ab da ca. 500m zu Fuß. Das ist ein ernst zu nehmender Hinweis.

Nach dem Treffen auf dem Acker, werden wir noch in einem Restaurant in der Nähe einkehren und ein bisschen über Gemüse und anderes fachsimpeln. Das Restaurant wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.
Gudrun Kaltenborn

Bitte unbedingt auf der Slow-Slow-Seite anmelden Zur Anmeldung hier klicken.

Freitag, 29. Juli 2011

Einladung: Der Ofen im Garten von Onkel Tom

Am 20. August treffen sich 16 Slowfoodies um 17.00 Uhr im Garten bei Sabine Lorenz und Tom Bosbach, Adalbertstr. 37, 44623 Herne. Tom hat einen Brot-, Pizza- und Räucherofen auf seiner Terrasse gebaut, der wirklich gut gelungen ist.


Auch hat er ihn schon reichlich ausprobiert und er funktioniert fantastisch, wovon wir uns jetzt haben überzeugen können.

Tom gibt uns die Möglichkeit, diverse Schmankerl aus seinem Ofen zu verkosten.

- Zur Einstimmung: kaltgeräucherte Häppchen und frisches Brot aus dem Ofen
- Gegen den großen Appetit: Flammlachs, dazu Salat und Brot
- Zum Nachtisch: Früchte aus dem Ofen

Diverse Getränke werden die Speisen begleiten und abrunden.


Wir freuen uns auf einen hoffentlich sonnigen Spätnachmittag mit fröhlichen Menschen.

Die Teilnahme ist auf Grund der Gartengröße auf 16 Personen begrenzt!Bitte unbedingt hier anmelden. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl erhält jede Anmeldung eine Antwort, ob diese berücksichtigt werden konnte oder zu spät eingegangen ist.


Anmeldeschluss ist –die Organisatoren müssen ja entspr. einkaufen- Sonntag, der 15. August.


Haus Nr. 37 in der Adalbertstrasse, Herne, ist praktisch das letzte Haus in einer Sackgasse. Da dort die Parkplatzsituation schon für die Anwohner recht knapp ist, sollte man sich im größeren Vorfeld um einen Standort für den PKW kümmern.

Weitere Infos und Anmeldung hier.

Rückblick: Besuch im jüdischen Restaurant "Matzen"

Matzen und andere Brötchen

Am 27. Juli 2011 besuchten 16 Slowfoodies vom CV Mittleres Ruhrgebiet und Sympathisanten das jüdische Restaurant „Matzen“ in Bochum. Seit etwa einem Jahr existiert das kleine elegante Lokal in der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen und ist mittlerweile eine feste Adresse in der Gastro-Szene der Region geworden. Also war es an der Zeit, dem „Matzen“ einen Besuch abzustatten.

Lange Tafel im Matzen

Das „Matzen“ bietet jüdische Küche, die nicht unbedingt mit „koscher“ gleichzusetzen ist. Zwar hat man in der Bochumer Synagoge die räumlichen Möglichkeiten, nach den strengen Kashrut-Regeln zu kochen, doch das, was im Restaurant-Alltag geboten wird, ist „kosher style“. So wird z.B. der Sauerrahm zu verschiedenen Suppen in Extra-Schälchen serviert, damit ein koscher lebender Gläubiger das Milchprodukt nicht mit den anderen Zutaten in Verbindung bringen muss, was gegen die Regeln wäre. Im Angebot sind jüdische Gerichte, die allerdings der koscheren Tradition entstammen, die sich in den verschiedenen Regionen der Welt entwickelt haben. So ist die moderne jüdische Küche des „Matzen“ geprägt aus osteuropäisch-russischer, orientalisch-israelischer und westlich-New-Yorker Traditionen.

Das „Matzen“ genießt den Ruf, alles handwerklich frisch zu kochen, und dennoch waren einige Slowfoodies von den Zubereitungen irritiert. Manches Gericht schmeckte durchaus so, wie man es aus dem Convenience-Bereich her kennt. Die scharfe Gemüsesauce etwa, die zum „Kiewer Schnitzel“ gereicht wurde, erinnert beispielswiese an die gängigen süß-sauren Saucen aus den Asia-Abteilungen des Supermärkte. Überhaupt schien das „Kiewer Schnitzel“ am wenigstens den Erwartungen zu entsprechen. Es besteht traditionell nicht aus Kalbfleisch wie sein Wiener Pendant, sondern aus Hähnchenfilet, das mit einer Kräuterfüllung versehen, dann paniert und gebraten wird. Ähnlich irritierend sind die „Gefilten Fisch“. Wer hier mit Kräutern gefüllte Forellen oder Doraden erwartet, ist von den Fischfrikadellen, die dann serviert werden, durchaus enttäuscht.

Wie dem auch sei – das „Matzen“ bietet deftige jüdische Hausmannskost, die optisch gelungen serviert wird und zudem noch sehr preiswert ist. Besonders die Kuchen, die als Dessert angeboten werden, sind üppige Portionen. Die Karte hat sich im letzten Jahr so gut wie nicht verändert. Vielleicht sollte man für Leute, die öfter jüdisch essen wollen, Variationen bringen.

Jiddischer Vorgeschmack: Brotaufstriche aus Lachs, Hering und Frischkäse (4,50 Euro)

Auberginenteller: Variationen von der Aubergine aus eigener Produktion (5,80 Euro)


Rassolnik: Gurkensuppe mit Oliven (3,50 Euro)

Sauerteig-Blinis mit Champignon-Rahmsauce (4,90 Euro)


Jarkoye: Ofengericht mit Rindfleisch und Gemüse (13,90 Euro)

Tscholent: Shabattopf aus Rindfleisch und Gemüse (9,50 Euro)

Schnitzel Kiewer Art mit Kirschsauce oder scharfer Gemüsesauce, gebratenem Gemüse und Röstkartoffeln (9,70 Euro)

Lekach: jiddischer Honigkuchen mit fruchtiger Sauce (2,60 Euro)


Käsekuchen Lemberger Art mit fruchtiger Kirschsauce (2,60 Euro)

Fluden: Jiddisches Hochzeitsgebäck mit Saucenvariationen (3,10 Euro)

Eis mit Kirschsauce (3,40 Euro)

Mittwoch, 13. Juli 2011

Einladung:„Club of Slow“ am 23.7.11

Liebe Convivanten, liebe Freunde des Guten Geschmacks!
 Die Geschmacksrevolution geht weiter und tritt sommerlich in die ganz heiße Phase ein. Das kulinarische Aufgebot des aktuellen „Club of Slow“ jedenfalls, dürfte die Spannung knistern lassen wie ein stürmisches Feuer:

Weine besonderer Natürlichkeit von „Vins Vivants“. Bio-Burger, außergewöhnlich kombiniert von „Blondie´s“. Italienische Antipasti frisch aufgelegt von Andrea Travaini. Patisserie der Verwöhnung von Kai Figge. Cocktails mit Referenzanspruch von unseren Mixologen Chris, Marc und Udo. Degustation mit ultraschallbehandelten Nano-High-Tech-Gläsern von Dr. Gert Latzel. Und wegen des großen Anklanges auch wieder etwas „Neues Bier“ von Theo Musso bis Garrett Oliver.

Einfach klasse, dass wir diesmal soviel regionalen Bezug und Anbindung haben! Der Bochumer Diplom-Önologe und Fachhändler Alexander Zülch stellt aus dem Repertoire seines Unternehmens „VinsVivants“, ganz besondere Tropfen zur Verkostung an. Sein spezielle Zuwendung und Promotion gilt dem Vin Naturel. Hinter dem Begriff steckt eine starke Strömung im französischen Weinbau: Unverfälschende Natürlichkeit in Berg und Keller, Authentizität und Ursprünglichkeit im Glas; das sind die Ziele der önologischen Idealisten und Innovatoren. Der Bogen spannt sich von der Biodynamie bis in die Schwefellosigkeit. Für Weinfreaks die Gelegenheit, sich diesem avantgardistischen Zeitgeschmack anzunähern. Mehr auf www.vins-vivants.de.

Hamburger und SlowFood - geht das überhaupt? Uwe Twiehoff und Andrea Münter haben diese Frage in ihrer Bio-Gastronomie „Blondie´s“ längst positiv beantwortet. Bio-Zutaten und interessante Kombinationen adeln das amerikanische FastFood zur veritablen Schlemmer-Mahlzeit. Wer nicht bis zum „Club of Slow“ warten will, kann diese Gaststätte moderner Urbanität und progressiver Gastronomie an der Kortumstraße 140/Ecke Nordring gerne auch vorher kennenlernen. Infos unter www.blondies-bochum.de. Apropos: Vegetarier und Veganer kommen im „Blondie´s“ ebenso auf ihre Kosten.

Zurück und nach vorn blickend, an dieser Stelle nochmal ein dickes Danke an unseren Mailänder Künstler Andrea Travaini. Seine klassischen Pizzavariationen sind das letzte Mal voll eingeschlagen und ihm schlugen die Herzen entgegen. Und es hat ihm nicht nur viel Spaß gemacht, er ist auch von der Idee unseres offenen kulinarischen Forums schwer angetan, so dass er uns am 23.07. im „Club of Slow“ typische italienische Antipasti zubereitet.

Über die Desserts von Kai Figge ist es müßig Worte zu verlieren, es ist allemal geratener, sich in ihrem Genuss zu verlieren. Ein gefundenes Fressen, dass er diesmal wieder dabei sein kann…

Zu den Cocktails, beziehungsweise richtiger Mixed Drinks, ob mit oder ohne Alkohol, einmal mehr der Hinweis, dass wir uns hier reinhängen, um mit unverfälschten, originären Produkten das Wunderbare dieses kulinarischen Genres wieder lebhaft erfahrbar zu machen. Der Beifall spricht für das Gelingen dieses Unterfangens, und viele Vorurteile sind durch erlesene Zutaten und die richtigen Rezepturen in begeisterten Zuspruch umgeschlagen.

Wer die Party letztes Mal verpasst hat, dem ermöglichen wir erneut: Zum Einen den Vergleich zwischen ultraschallbehandelten Gläsern zu identischen, unbehandelten. In diesem Zusammenhang wiederum ein großes Dankeschön an den Erfinder des Verfahrens Dr. Gert Latzel, dass er persönlich aus München angereist war, um Rede und Antwort zu stehen (leider ist er diesmal verhindert). Und zum Anderen einige Proben aus dem Themenfeld „Neues Bier“. Bier, das die hiesigen Vorstellungen sprengt, und mit seinem geschmacklichen Spektrum und seiner Besonderheit im Einzelnen bei vielen wahren Enthusiasmus hervorgerufen hat. Die Stars der Fachwelt, Theo Musso aus dem Piemont oder Garrett Oliver aus New York, und die legendären Mönche von Westvleteren, rocken mit ihren flüssigen Kunstwerken eben richtig ab.

Wir werden versuchen, das Raumangebot nicht nur wegen der vielen Gäste zu optimieren, sondern auch wegen unterschiedlicher Bedürfnislagen. Lebhafte Bereiche, ruhige Plätze und Ereigniszonen werden besser gegliedert. So findet jeder seinen Platz nach Lust und Laune.

Natürlich kann ein jeder nach seinem Dafürhalten am Ende seines Abends wieder einen Obolus in unsere Sammel-Box werfen. Der Erlös wird für eine gute Sache verwendet.
Und leckere Grüße des SlowFood-Conviviums Mittleres Ruhrgebiet…

„Club of Slow“, Samstag, den 23.07.11 ab 19 Uhr in der G Data-Academy, Königsalle 178, Bochum.

Freitag, 8. Juli 2011

Einladung: Besuch des jüdischen Restaurants "Matzen" in der Bochumer Synagoge, 27. Juli 2011

Jarkoje: Zartes, mit Backpflaumen geschmortes
Rindergulasch mit Auberginen und Kartoffeln

Die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen ist die zweitgrößte in Westfalen. Besonders durch die Zuwanderung aus der Sowjetunion stieg die Zahl auf über 1000 Mitglieder, so dass man sich entschloss, eine neue Synagoge zu bauen. 2007 konnte der der elegante Bau des nach Plänen des Kölner Architekten Peter Schmitz neben dem Bochumer Planetarium eingeweiht werden und ist seitdem ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt geworden.

Die Synagoge in Bochum (Foto: Presseamt Bochum)

Vor einem Jahr konnte auch der Plan verwirklicht werden, im Gebäude der Synagoge das jüdisches Restaurant "Matzen" zu eröffnen. Die kleine Karte umfasst nur wenige Gerichte aus der ostjüdischen, New Yorker und israelischen Tradition. Auf die Frage, ob die Gerichte koscher seien, ist Aleksander Chraga ein wenig zurückhaltend. „Was wir machen, ist ‚kosher style‘, eine einfachere Form“, erklärt er. Die Zutaten sind koscher, und auch in der Küche besteht durchaus die Möglichkeit, nach den Kaschrut-Regeln zu kochen.

Küchenchef Dimitri Markmann

Koscher bedeutet nicht unbedingt, dass das Essen besonders gut ist. Dazu gehört selbstverständlich das Engagement des Kochs, und mit Dimitri Markmann hat das „Matzen“ einen ganz besonders engagierten. Alles ist hausgemacht und wird traditionell gekocht und gebacken.

Slow Food Mittleres Ruhrgebiet besucht am 27. Juli um 19.30 Uhr das Matzen. Bitte melden Sie sich hier an.  Gegessen wird à la Carte. Hier die Gerichte im Bild, die unser Mitgliedd Peter Krauskopf bei einem Besuch mit Begsiterung gegessen hat. Zu Speisekarte des "Matzen" geht es hier.

Matzen und Brötchen


Borschtsch mit Dill


Lekach (Honigkuchen) zum Dessert


Mittwoch, 27. Juli 2011
"Matzen", Bochum, Erich-Mendel-Platz 1 (in der Synagoge) 
19.30 Uhr

Sonntag, 12. Juni 2011

Veranstaltungen im Juni

Die drei Ruhrgebiets-Convivien von Slow Food laden im Juni zu interessanten Veranstaltungen ein. Um daran teilzunehmen, muss man kein Mitglied der Genießervereinigung sein.

Foto: Jürgen Schoner, Wikipedia
Freitag, 17. Juni: Besuch der Grafschafter Weinberg-schneckenzucht in Moers
Das Convivium Essen lädt zum Besuch der Grafschafter Weinbergschneckenzucht in Moers ein. Im Mittelalter war die Helix-Pomatia, die Weinbergschnecke, eine beliebte Fastenspeise. Sie galt weder als Fisch noch als Fleisch. Auch heute noch sind Weinbergschnecken aus der traditionellen Küche Frankreichs, Griechenlands, Italiens und Spaniens nicht wegzudenken. Die Grafschafter Schneckenzucht in Moers ist der einzige derartige Betrieb in NRW. Der Besuch findet abends statt, da die Schnecken nachtaktiv sind.
Kosten inklusive 3-Gang-Schneckenmenü 59 Euro. 19 Uhr. Grafschafter Weinbergschneckenzucht, Kohlenhucker Weg 207, 47445 Moers.
Nähere Informationen und Anmeldung hier.

Karte: Permakultur e.V.
Dienstag, 21. Juni: Besuch des Gartens des Fördervereins Permakultur e.V. in Dortmund
Das Convivium Dortmund lädt zum Besuch des Gartens des Fördervereins Permakultur e.V. ein. Im UmweltKulturPark wird nach den Grundsätzen der Permakultur zu Erhalt und Verbreitung alter Gemüse- und Blumensorten beigetragen, naturnahes Gärtnern vermittelt und die Schönheit und Vielfalt der Natur im Dortmunder Süden erlebbar gemacht. Es gibt auch ein großes Angebot an Pflanzen für den eigenen Garten und Balkon.
18.00 Uhr. UmweltKulturPark, Ostenbergstraße, 44225 Dortmund (Eingang gegenüber Kath. Studentengemeinde, Nähe Storckshof).
Kosten inklusive kleinem Essen: 7,50 Euro
Anmeldung erbeten bis zum 15. Juni 2011 unter welkoborsky.dorstfeld@gmx.de

Ehepaar Lobah
Freitag, 24. Juni: Marokkanische Küche in Herne
Das Convivium Mittleres Ruhrgebiet lädt zu einem marokkanischen Menü ins Restaurant „Mediterran“ in Herne ein. Eine Mischung aus Einflüssen der nordafrikanischen, arabischen und südeuropäischen Küche wird uns hier begegnen. Mit einem 4-Gänge-Menu, mit Cous-Cous, Datteln, Mandeln, Kichererbsen und Pfefferminztee, entwirft das marokkanische Ehepaar Lobah einen Einblick in seine heimische Küche.
Das viergängige Menü kostet 29,50 Euro. Beginn: 19.30 Uhr. Restaurant Mediterran, Kantstr. 27, 44627 Herne-Sodingen.
Infos zum Menü und Anmeldung hier.

Foto: soebe, Wikipedia
Samstag, 25. Juni: Besuch der Imkerei Berghane in Gelsenkirchen
Das Convivium Essen lädt zum Besuch der Imkerei Berghane in Gelsenkirchen ein. Die kleine Imkerei Berghane mit ihren 12 bis 15 Wirtschaftsvölkern ist ein Betriebsteil des Biolandhof Bollmann am Niederrhein. Dorthin wandern die Bienenvölker auch regelmäßig zur Bestäubung von Zucchini, Kürbis und weiterer Kulturpflanzen. Diese Bienen entstammen keiner Hochleistungszucht, sind sanftmütig und regional angepasst, da keinen Einfluss auf die Begattung vorgenommen wird. Die Bienen werden gemäß Bioland-Richtlinien gehalten.
Kosten: 8,00 € incl. Honigprobe für Mitglieder/für Nichtmitglieder zuzügl. 2 €. Kinder frei.
Imkerei Ralf Berghane, Am Schleusengraben (Kleingartenverein Horst - Emscher), 45899 Gelsenkirchen
Anmeldung und Info hier.

Dienstag, 31. Mai 2011

Einladung: Marokkanisches Restaurant „Mediterran“ in Herne

Freitag, 24.6.2011, 19.30 Uhr

Accedine und Ismahan Lobah
laden zum marokkanischen Menü.

Wenn wir an die mediterrane Küche denken, fallen uns Spanien, Italien und Griechenland ein. Doch was ist z.B. mit der Küche aus den anderen Ländern rund ums Mittelmeer wie z.B. Libanon, Ägypten, Tunesien oder Marokko? Reklamieren wir die mediterrane Küche nur für uns Europäer? Neben dem Bosporus, der Europa mit Asien verbindet, ist die Straße von Gibraltar die kürzeste Lücke zwischen Europa und einem Nachbarkontinent, in diesem Fall Afrika.
Wir werden uns daher nun mit unserem nächsten Nachbarn befassen, Marokko. Eine Mischung aus Einflüssen der nordafrikanischen, arabischen und südeuropäischen Küche wird uns hier begegnen. Mit dem nachstehend beschriebenen 4-Gänge-Menu, in dem das Nationalgericht Cous-Cous natürlich nicht fehlen darf, Gewürzen, Datteln, Mandeln, Kichererbsen und Pfefferminztee, entwirft uns das marokkanische Ehepaar Lobah in ihrem Restaurant "Mediterran" einen ersten kurzen Einblick in ihre heimische Küche.
Bitte melden Sie sich bis zum 17. Juni 2011 an.
Anmeldung und Infos zum Menü finden Sie hier.

Rückblick: Besuch bei den Auerochsen in Hattingen

Bisons in Kanada? Wisente in Polen? Chianina-Rinder in der Maremma? Wasserbüffel in Kampanien? Wer glaubt, seltene Rinderrassen in natürlicher Umgebung nur in der großen weiten Welt entdecken zu können, irrt. Dass es solche Paradiese auch vor der Haustür gibt, konnten gestern 12 Slowfoodies vom Convivium Mittleres Ruhrgebiet erleben. Sie gingen in Hattingen Baak-Winz auf Auerochsen-Safari. Hier, in einer großen Ruhrschleife, ist das das Flusstal besonders romantisch, und die Idylle wird von den Einwohnern besonders energisch verteidigt. „Tal der Gesetzlosen“ ist auf einem verblassten Schild zu lesen, das an den gewonnenen Kampf der wutbürgerlichen Eingeborenen gegen den Autobahnbau der sog. „DüBoDo“ vor gut 25 Jahren erinnert.

Bauer Schulte-Stade

Gut dreiviertel Stunde ging es in Schleichfahrt in Jeep und Pick-Up über die für Radfahrer und Spaziergänger gesperrten Ruhrwiesen des Schultenhofs, auf denen Bauer Schulte-Stade die Wildrinder züchtet. Eigentlich wurde der Auerochse vor fast vierhundert Jahren ausgerottet, doch begannen die Brüder Heck in 1920-er Jahren mit der sog. Rückzüchtung, so dass die heutigen Heckrinder dem alten Auerochsen sehr nahe kommen. Klappen konnte die Dedomestikation, weil die meisten Hausrindrassen vom Auerochsen abstammen.

Frau von Rüden und Bauer Schulte-Stade begrüßen die Slowfoodies.

 
Los ging es mit Pick-Up...

... und Jeep.

Da kamen die Auerochsen in Sicht.

Die großen, unterschiedlich gezeichneten Ur-Viecher mit ihren hübschen, wolligen Kälbern leben das ganze Jahr über ungestört auf der Weide. Sie können auf dem Areal umherwandern wie das Wild in der Serengeti und sich die jeweils besten Futterplätze suchen. Die Kühe gebären ihre Kälber ganz ohne menschliche Hilfe. Nur bei extremem Hochwasser der Ruhr werden sie eingefangen und in Sicherheit gebracht. Im Herbst gibt es das Fleisch der Auerochsen auch zu kaufen. Allerdings werden sie nicht wie die Hausrinder geschlachtet, sondern mit dem Jagdgewehr erlegt.

Als sich die kleine Auto-Karawane der Herde näherte, taten die Auerochsen das, was halbwilde Tiere so tun. Erst guckten sie neugierig, was da kommt, und dann trollten sie sich schleunigst von dannen.





Deftiger Imbiss nach dem Abenteuer.

Nach dem Ausflug gab es im zur Zeit leeren Kuhstall des Schultenhofs einen deftigen Imbiss. Leider gibt es momentan kein Auerochsenfleisch, doch das Rindfleisch, das Bauer Schulte-Stade als Roastbeef und Gulasch auftischen ließ, entschädigte vollauf. Obwohl erst seit wenigen Jahren Bioland-zertifiziert, betreibt er die Bio-Viehzucht seit eh und je. Neben den Auerochsen hält er auch noch normale Fleischrinder, und in einem Eichenwald mästet er regelmäßig Bunte Bentheimer Schweine für einen aromatischen Schinken. Neben dem Schultenhof in Hattingen bewirtschaftet Schulte-Stade noch einen zweiten Hof in Witten. Seine Rinder verarbeitet er in einem eigenen Schlachthaus und verkauft das Fleisch in einem Hofladen. Auch als Caterer hat er einen guten Namen. Er versorgt u.a. den Landtag in Düsseldorf und die Messe Essen, wo er in Kürze ein Bio-Restaurant eröffnen wird.

Gedränge am Büffet


Roastbeef und Gulasch mit Spitzkohl und Püree


Frische Erdbeeren zum Nachtisch

Weitere Infos über den Schultenhof finden Sie hier.

Dienstag, 24. Mai 2011

Manfred Meimberg gestorben

Am 17.5.2011 starb Manfred Meimberg im Alter von 78 Jahren. Der schwer Herzkranke hatte verfügt, dass die Lebenserhaltenden Maßnahmen nicht weiter fortgesetzt werden sollten.

Zusammen mit seinem Vetter Julius Meimberg hob er im Jahr 2005 das Slow Food Convivium Mittleres Ruhrgebiet aus der Taufe. Für Slow Food im Ruhrgebiet war er - wie bei vielem anderem auch – die treibende Kraft und Seele vom Ganzen. Nicht nur für das Convivium Mittleres Ruhrgebiet setzte er sich ein, auch die anderen Convivien in Essen, Dortmund und Duisburg unterstützte er aus ganzem Herzen.

Slow Food wird Manfred Meimberg in ehrendem Angedenken halten.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Einladung: Besichtigung der Auerochsenzucht auf dem Schultenhof in Hattingen Baak-Winz, 28.5.2011



Da, wo die Ruhr den großen Bogen macht, da liegt seit 1232 eingebettet in den Lauf der Ruhr im Hattinger Ortsteil Winz-Baak der Schultenhof. Die Besitzer leben seither von der Landwirtschaft und der Verarbeitung der eigenen Erzeugnisse. Seit einigen Jahren erweitert um die Standbeine Partyservice und die Organisation von Großveranstaltungen.
Das Wichtigste für Betriebe mit Direktvermarktung aber bleibt, sich in der Qualität von den ganz großen Industriebetrieben abzuheben und eine Nische zu besetzen. Genau hier setzt der heutige Besitzer Schulte-Stade an und hält seit einigen Jahren zusätzlich zu den üblichen Hausrindern und -schweinen das Heckrind und das Bunte Bentheimer Schwein.
Das Heckrind ist eine Rückzüchtung des seit 1827 als ausgerottet geltenden Auerochsen (Bos primigenius). Der Auerochse war ein gegenüber dem heutigen Hausrind erheblich größeres Tier, vergleichbar mit dem Wisent. Das Fell war dunkelrotbraun und bei den Stieren oft fast schwarz. Sie lebten in offenen Wäldern und ernährten sich von Gräsern, Kräutern, Laub und Waldfrüchten wie Eicheln.

Die Familie Schulte-Stade hält die Tiere von den Menschen weitestgehend unberührt und auf sich gestellt in den saftigen Wiesen der Ruhrauen. Hier finden die Tiere die Randbedingungen, die auch der Auerochse bevorzugte: Futter aus Gräsern, Wildkräuter. Laub, und Waldfrüchte und den notwendigen Auslauf.

Das Ergebnis ist ein wohlschmeckendes zartes Fleisch, das für alle Einsatzzwecke bestens geeignet ist. Zur weiteren Qualitätssicherung wurde auf dem Hof ein eigenes Schlachthaus errichtet, so dass die Produktionskette von der Geburt der Tiere bis zur Vermarktung des Fleisches bzw. fertiger Speisen auf dem Hof gesichert ist.
Neben den Heckrindern in den Ruhrauen werden die Bunten Bentheimer Schweine in den nahen Waldgebieten gehalten.

Programm der Hofbesichtigung:
Herr Schulte-Stade wird uns ab ca. 10:30 Uhr mit Traktor und Wagen zu den Heckrindern und den Bunten Bentheimern fahren, sodass wir die Tiere vor Ort erleben können. Im Anschluss besichtigen wir die hauseigene Schlachterei und haben ab 13 Uhr Zeit, bei einem gemütlichen Essen in der Scheune weitere Informationen zum Hof und den Tieren zu erhalten. Natürlich wird es hier dann etwas vom Heckrind und vom bunten Bentheimer geben.
Wann: Samstag, 28. Mai 2011, 10:30 Uhr
Wo: Der Schultenhof, Alfred Schulte-Stade, Königsteiner Str. 103, 45529 Hattingen
Nähere Informationen über den Schultenhof können Sie sehen unter http://www.der-schultenhof.de/ . Hier finden Sie auch eine Lageskizze.
Kosten: In den Kosten von € 20/Pers für Slowfood-Mitglieder sind enthalten die Fahrt mit dem Traktor zu den Heckrindern und Bunten Bentheimern sowie Essen und Getränke. Für Nichtmitglieder beträgt die Umlage € 25.
Max. Teilnehmer: 20.
Anmeldung: Die Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen ist maßgeblich. Deshalb unbedingt hier anmelden. Letztes Anmeldedatum ist der 25. Mai!