Montag, 9. Oktober 2017

Rückblick: Kulinarische Lesung in der Buchhandlung Mirhoff & Fischer, 5.10.2017



„Das war aber eine schöne Veranstaltung!“ – So oder so ähnlich lauteten die spontanen Reaktionen der knapp 30 Zuhörer nach der literarischen Lesung in dem kleinen Ehrenfelder Buchladen. Und das mit Recht.

Nach der Begrüßung durch Johannes Fischer (re.) stellte Dieter Wagner (li.) kurz Geschichte und Philosophie von Slowfood vor. Dabei kritisierte er die nach Lebensmittelskandalen übliche öffentliche Debatte, die das Thema Lebensmittelproduktion auf das Thema Gesundheit reduziert. Diese kann, wie zuletzt der FIPRONIL-Skandal gezeigt hat, durch die großindustrielle Produktion nicht gewährleistet werden, obschon die Gesundheit der Verbraucher doch eine absolute Voraussetzung sein sollte.

Was aber in dieser öffentlichen Debatte viel zu kurz kommt, ist die Freude am leckeren Essen, die Neugier auf unbekannte Speisen, die sinnliche Lust beim Erfahren von Geschmackserlebnissen. Aber zum Glück gibt es wackere Verteidiger guter Esskultur – und etliche Schriftsteller gehören dazu.


An diesem Abend wurde aus drei Büchern vorgelesen und Veronika Nickl vom Bochumer Schauspielhaus machte dies auf bezaubernde Art. Sie zauberte das erotische Fluidum, das bei der Beschreibung von Geschmacksbeglückung durch Essen entstehen kann, wunderbar aus den Texten hervor. Aber der Reihe nach:

Nach der verbalen Begrüßung gab es zum Einstieg – sozusagen als „Prolog“ – regionale Tomaten mit Fleur de Sel, Pfeffer und mildem Olivenöl, angerichtet von Katrin und Dieter. Danach las Frau Nickl aus J. Ryan Stradals Roman „Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens“, in dem die Tomate an einer Stelle eine nicht unwesentliche Rolle spielt.


Weiter ging es, um im Bild zu bleiben, mit der „Exposition“: Es gab leckere von Wiebke zubereitete vegetarische Lasagne mit Quinoa-Paste, Pilzen, Zucchini, Hüttenkäse, Spinat, Mozzarella & Parmesan. Auch dieses Gericht wird in dem Roman von J. Ryan Stradal erwähnt.

Nach genüsslichem kollektiven speisen folgte der nächste Text. Es war ein längerer Auszug aus dem Buch von Marie Ndiaye: „Die Chefin. Roman einer Köchin“. Die in dieser Erzählung enthaltene sinnliche (Essens-)Lust brachte Veronika Nickl ganz wunderbar rüber.

Dieser Textpassage folgte (und entsprach) – sozusagen als zentrales „Drama“ – eine ‚Herbstrolle‘, gefüllt mit Kürbis in Pflaumenchutney, fermentiertem Tofu, Glasnudeln, Koriander & Thai-Basilikum mit Habanero Sojadip. Gefertigt von Katrin und sehr lecker.

Der abschließende Text, den Frau Nickl las, stammte aus dem Roman von Kim Thúy „Der Geschmack der Sehnsucht“. Der Text endete mit einem vietnamesischen Kinderlied, das den Zuhöreren via Youtube auch akustisch zu Gehör gebracht wurde. Der Gesang leitete über zu einem schmackhaften von Dieter produzierten Dessert, das sozusagen den „Epilog“ darstellte. Es handelte sich um ein Birnen-Kaffee-Crumble mit Weißwein, Vanille, Birnenbrand, Honig & Kaffee.

Und weil der Abend sich so genussvoll gestaltete, zog er sich hin bis nach 23 Uhr. Wenn das kein gutes Zeichen ist…
 Text:Dieter Wagner. Fotos: Wiebke Rieck, Katrin Manzke







Samstag, 30. September 2017

Rückblick: Panhasfest, 29.9.2017


Panhas am Stand von Diergardts

Panhas statt Butterbrot. Eigentlich wollte Slow Food Bochum am heutigen Freitag den „Tag des Butterbrotes“ begehen und hatte einen Bäckermeister eingeladen, der seine Brotsorten vorstellen sollte. Doch es hatten sich nur so wenige Teilnehmer angemeldet, dass der gute Mann absagte. Also beschloss der harte Kern der Slowfoodies, kurzerhand das Panhasfest in Hattingen zu besuchen. Auf dieser herbstlichen Version des Kulinarischen Altstadtmarktes auf dem St.-Georgs-Kirchplatz erklärte Friedel Diergardt von Diergardts Kühler Grund den wissbegierigen Feinschmeckern, was Panhas ist. Dazu wird die Flüssigkeit, die beim Brühen von Wurst entsteht und in die sich der Inhalt von dabei geplatzten Würsten ergossen hat, eingekocht und mit Getreideprodukten gebunden. Im westfälischen Ruhrgebiet macht man das mit Graupen, im rheinischen mit Buchweizenmehl oder -grütze. Die Masse wird in Scheiben geschnitten und gegrillt oder gebraten. Befindet sich in der Brühe mehr Leberwurst, wird der Panhas hell, ist es mehr Blutwurst, wird er dunkel.

Friedel Diergardt und die Slowfoodies

Diergardts Panhas wird nach altem Hausrezept mit gerösteten Graupen hergestellt und schmeckte mit Meerettichcréme, Preiselbeern und Bratkartoffeln herrlich. Bis Sonntag (1.10.2017) ist noch Zeit, auf dem Panhasfest am Stand von Eggers z.B. welchen aus Buchweizen zu probieren.


 Lecker Nachtisch: Mascarponecrème
mit Zwetschgen und Crumble

 Als Aperitif ein Rosé auf dem parallel zum Panhasfest
laufenden Französischen Gourmetmarkt.

Freitag, 1. September 2017

Rückblick: Besuch der Ausstellung "Essen außer Haus" im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte




Den Convivien-Besuch des Museums für Kunst und Kulturgeschichte am 27. August 2017 könnte man als reizenden Familienausflug bezeichnen. Immerhin fünf Slowfoodies trafen sich in der Bochumer Nachbarstadt, um die Ausstellung „Essen außer Haus“ zu besuchen. In drei Dortmunder Museen läuft die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kochbuchmuseum kuratierte Ausstellung seit Frühjahr 2017. Im Hoesch-Museum ist sie bereits ausgelaufen, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte läuft sie nach bis zum 1. Oktober, im Brauerei-Museum noch bis Weihnachten 2017.

Die kleine Exponate-Auswahl von Reisebestecken, Kochgeräten und Kochbüchern ermöglichte eine amüsanten Einblick in die Kulturgeschichte des Kochens und Essens in der jüngeren Geschichte und verdeutlichte, wie sehr sich die Essgewohnheiten in den letzten 100 Jahren verändert haben und sich vom häuslichen Herd und Küchentisch nach draußen verlagert hat. Da lag es auf der Hand, dass der Museumsbesuch mit einem Ausflug an den Phoenixsee gekrönt wurde, um sich bei strahlendem Sonnenschein außer Haus in der Kult-Pommesbude „Wurst mit Soße“ an Pommes mit Trüffelsauce zu laben.
Fotos: Manfred Vorbrugg/ Peter Krauskopf (1)
















Montag, 14. August 2017

Rückblick: Besuch auf der Gourmetmeile "Bochum kulinarisch", 9.8.2017

Glück mit dem Wetter hatten die Mitglieder von Slow Food Bochum, als sie sich am Eröffnungstag auf der Gourmetmeile "Bochum kulinarisch" trafen. Das Wetter war fantastisch - genauso wie das Essen am Stand von Takeshi, der für den Rest des Abends gar nicht mehr verlassen wurde: Sushi, Sake, Onsenei - viel besser konnte man gar nicht essen. Da störten auch nicht Schlangen, in denen man darauf warten musste.















Dienstag, 1. August 2017

Einladung: Gemeinsamer Besuch der Ausstellung „Essen außer Haus“ in Dortmund, 27. August 2017



© Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Gestaltung: Holger Drees

Das Deutsche Kochbuchmuseum präsentiert in diesem Sommer die Ausstellung „Essen außer Haus. Vom Henkelmann zum Drehspieß“ in drei Dortmunder Museen. Wir wollen am 27. August 2017 ganz zwanglos die Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte besuchen.

Aus dem Ausstellungsflyer:
„Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Essens außer Haus seit 150 Jahren. Veränderte Familienstrukturen, ein getakteter Tag und eine erhöhte Mobilität wirkten sich wie der Fortschritt in der Lebensmittelindustrie, verbesserte hygienische Bedingungen und der Zuzug von Migranten auf die Ernährung aus – gerade außerhalb des Hauses. Butterbrot und Kantine am Arbeitsplatz sind daher in der Ausstellung ebenso Thema wie Restaurantbesuche oder Lieferdienste und Speisen auf die Hand wie Döner, Pommes oder Reibekuchen.“

Wir treffen uns am 27. August 2017 um 11 Uhr an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte 44137 Dortmund, Hansastr. 3 um 11 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro, unter 18 Jahren frei.

Weitere Infos hier.

Bitte gebt bis zum 26. August unter peter.krauskopf@web.de Bescheid, ob ihr kommt.

Einladung: Gemeinsamer Besuch von "Bochum kulinarisch" am 9. August 2017



 Spezialitäten auf Bochum kulinarisch:
Bellota-Schinken und Austern mit Schwarzbier.

Vom 9. bis zum 13. August 2017 findet in der Innenstadt die Gourmetmeile „Bochum kulinarisch“ statt. 16 Bochumer Restaurants präsentieren sich mit ihren Ständen auf dem Massenberg Boulevard. Als besondere Spzialität wird in diesem Jahr eine Art "Bochumer Gedeck" angeboten: Austern aus Zeeland mit Schwarzbier von Moritz Fiege.  Vorbild dafür ist die traditionelle irirsche Kombonation von Austern und Guimnnes. und selbstverständlich ist wieder ein spanischer Contador anwesend, der den Bellota-Schinken frisch aufschneidet.

Slow Food Bochum trifft sich am Mittwoch, den 9. August um 19 Uhr am Stand von Takeshi, um von dort aus dann die Lage zu erkunden. Der Stand von Takeshi hat die Nummer 15 und befindet sich vor Baltz, gegenüber des Kuhhirten-Denkmals.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch bis zum 6. August bei peter.krauskopf@web.de anmelden würdet, damit wir wissen, mit wie vielen wir zu rechnen haben.

Hier geht es zur Internetseite von Takeshi auf Bochum kulinarisch: http://www.bochum-kulinarisch.de/restaurants/takeshi/index.php