Posts mit dem Label Slow Food Messe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Slow Food Messe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 27. September 2010

Slow Food unterstützt den "Genussmarkt 2010" auf Zollverein im Oktober

Die "Burger-Brezel": Slow Food präsentiert
den neusten Passagier der "Arche des Geschmacks"
Foto: Slow Food

Im Rahmen der Aktion "Köstliches Deutschland – Geschmackstage 2010", die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zusammen mit Fernsehkoch Johann Lafer veranstaltet, findet am 9. und 10. Oktober in Halle 12 des Welterbes Zollverein in Essen zum ersten Mal ein „Genussmarkt“ statt. 30 Aussteller präsentieren Qualitätsprodukte mit authentischem Charakter (regional, saisonal), die auf traditionelle handwerkliche Weise hergestellt werden. Dabei ist die ökologische und nachhaltige Produktion und Herstellung sowie ästhetische Qualität Voraussetzung.

„Wir möchten einen genussvollen Ess- und Lebensstil in den Besuchern wecken“ und der Esskultur, mit ihrer Geselligkeit sowie der Freude an Qualitätsprodukten und der Wertschätzung handwerklicher Lebensmittelerzeugung eine dauerhafte jährliche Plattform geben, sagen die beiden Initiatorinnen Stephanie Streit-Boudon und Sonja Beselin. Das Slow Food Convivium Essen unterstützt den „Genussmarkt 2010“ und kann u.a. die vor kurzem als 29. Passagier in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommene „Burger Brezel“ präsentieren. Auch die CVs Dortmund und Mittleres Ruhrgebeit werden präsent sein.

Neben dem Genussmarkt bietet die auf Zollverein/Halle 12 ansässige Gastronomie „kochBar essBar“ ein passendes Rahmenprogramm. Die „essBar“ lädt die Besucher ein, die Produkte der Aussteller direkt zu probieren. Auf der Speisen- und Getränkekarte findet sich eine Vielfalt an Gaumenfreuden. In der „kochBar“ kochen Aussteller live vor den Gästen und zeigen ihnen, wie sie ganz einfach zu Hause für Gaumenfreuden sorgen können.

Verbraucherministerin Ilse Aigner

Am 9.10. findet zudem die zentrale Abschlussveranstaltung der „Geschmackstage“ im „GOP Varieté Essen“ statt. Angesagt haben sich Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Johann Lafer.

Donnerstag, 22. April 2010

Wirklich der „Markt des guten Geschmacks“ – die Slow Food Messe

Lange Tafel auf der Slow Food Messe

Zum 4. Mal fand die Slowfood-Messe „Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart statt. Fast 65.000 Besucher, dicht umlagerte Stände, proppenvolle Hallen, gut besuchte Vorträge und Geschmackserlebnisse an diesen 4 Tagen - das war ein neuer Rekord. Und die Besucher haben die Gelegenheit genutzt und vor allem Genießen können, was qualitativ hochwertige, aber trotzdem für Jeden erschwingliche Ernährung ist. Und nicht nur das. Die Besucher konnten sich auch davon überzeugen, welche Leistungsfähigkeit, welche Stärke und Überzeugungskraft Slowfood Deutschland mittlerweile hat.

Der „Markt des guten Geschmacks“ hat gezeigt, dass es auch in unserem Land eine einzigartige und vielfältige Produktion handwerklicher Lebensmittel gibt, dass es Bauern, Landwirte und Produzenten gibt, die „sauber – gut – fair“ arbeiten. „Was in unserer Erde wächst, entscheidet über unser Leben und Überleben – deshalb bleibt Terra Madre das Bündnis der Lebensmittelproduzenten der Kern der Slowfood-Bewegung“, heißt es in der Erklärung des Slowfood-Vorstandes zum Abschluss der Messe.

Ob von einem wunderbaren Kürbiskernöl über den jetzt reifen Eichelschinken, von herrlichen Produkten aus Büffelfleisch bis zum Limpurger Rind, den Arche-Produkten und und und … es fällt schwer, einzelne Produkte oder einzelne Produzenten hervorzuheben. Dafür waren die Eindrücke zu vielfältig und zu genussvoll. Die bunte Vielfalt des Angebotes lud einfach nur zum Staunen, Genießen, Informieren und Kaufen ein.

Essen mit Kindern

Besonders wichtig für uns waren auch die zahlreichen Veranstaltungen des Rahmenprogramms, die den Bildungs- und Informationsauftrag von Slow Food Deutschland verdeutlicht haben. Das betrifft insbesondere das „Zukunftsprogramm“, wie ich es verstehe, die Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Familien und interessierte Erwachsene. Hier konnte man viel über Lebensmittel und artgerechte Tierhaltung erfahren. Darüber, was im Garten wächst und was man daraus machen kann. Über alles, was man so täglich isst.

Spannend auch der Kochwettbewerb für Kinder und Jugendliche, die zeigten, was sie schon so alles drauf haben. Und dieses auch mit Arche-Produkten. Und natürlich war die Schaukäserei für die „Kleinen“ ein Erlebnis: Käse selbst erstellen und dann auch noch selber essend genießen. So lernen Kinder spielend, woher Lebensmittel kommen, wie gute Lebensmittel entstehen, wie sie schmecken.

Kochwettbewerb für Kinder

Zu erwähnen ist noch, dass auch die Vinothek neu gestaltet war. Deutsche Top-Winzer hatten hier ihre Weine eingestellt – mit dem Extraschwerpunkt „Deutsche Winzersekte“. Terroir-geprägte Individualität und handwerkliche Kunst des Winzers standen bei der Auswahl im Mittelpunkt. Also das, was Slowfoodies von gutem Wein erwarten. Abgerundet wurde dieser Bereich durch die „Käsestraße“.

Vinothek

„Menschen jeden Alters und jeder sozialer Herkunft“ haben sich auf dieser Messe getroffen, konnte Dr. Andreas Eichler, der Vorsitzende von Slowfood Deutschland positiv feststellen. „Wir haben gespürt, dass das Informationsbedürfnis über natürliche und damit wertvolle Lebensmittel noch einmal zugenommen hat. Slow Food Deutschland ist auf dem richtigen Weg.“ Dieses Bewusstsein müsse mit Genuss und Verantwortung verbunden werden. „Genuss ist keine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Einstellung. Dafür steht Slow Food.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur eines vielleicht: Freuen wir uns jetzt schon auf das nächste Jahr. Auf die 5. Slowfood-Messe „Markt des guten Geschmacks“. Vom 14. bis 17. April 2011. Wieder in Stuttgart.

Eine letzte Anmerkung: „Fair“ ist eine der Kernaussagen des Handelns und Wirkens von Slowfood und Terra Madre. So war es nicht Zufall sondern eine richtige politische Ergänzung, dass parallel zur „Messe des guten Ge-schmacks“ die internationale Messe für globales Handeln und nachhaltiges Handeln „FAIR HANDELN“ stattfand. Und es war auch gut, dass beide Messen sich gemeinsam die Halle 2 teilten.
Manfred Weniger