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Montag, 4. April 2016

Englisches Restaurant Marples in der alten Mühle, Dortmund-Huckarde

Eine Empfehlung von unserem Mitglied Gudrun Kaltenborn.

Nach langem Zögern konnten wir jetzt auch ein befreundetes Pärchen dafür gewinnen, mit uns zum Engländer zu gehen, sprich in das Marples in Dortmund-Huckarde. Bis 2013 waren auch wir der englischen Küche gegenüber sehr skeptisch eingestellt, aber durch einen Urlaub in Südengland hat sich dies geändert. Die sogenannten Dining-Pups haben uns begeistert. Frische, regionale und saisonale Küche von einer zwar immer überschaubaren Karte, aber stets ausgewogenen zwischen Fleisch, Fisch und Vegetarischen Gerichten (meist indischer Anmutung).

Genauso ist es auch im Marples – dessen Besitzer aus Südengland stammt und eine leckere, englische Hausmannskost serviert, die der Deutschen gar nicht so unähnlich ist. Wer fast rohes Fleisch und Al-Dente-Gemüse sucht, ist dort allerdings falsch.

Als Vorspeisen hatten wir Caponata (Mediterranes Schmorgemüse auf Knoblauch-Röstbrot) und Salmon Cakes (Lachsküchlein mit frischem Gurkenrelish und Zitronen-Meerettich Creme und einer guten Portion frischen Salat). Zum Glück haben wir uns diese Vorspeisen geteilt, sonst hätten wir die großzügig bemessenen Hauptgerichte nicht mehr geschafft. Mein Pork in Cidre wurde von frisch gebratenem Wintergemüse (Möhren, Kürbis, Rote Beete) begleitet. Hinter dem Steak & Guinness Pie verbarg sich ein in Guinness geschmortes Steak mit einer Blätterteigkruste und auch die beiden anderen Gerichte Bangers & Mash (Rostbratwürstchen mit Kartoffelpüree) und der Chicken Curry stießen auf ungeteilte Zustimmung.

Dabei war der Service flott und gutgelaunt. Da der Inhaber des Marples das Konzept des fair treat auch beim Personal verfolgt, ist dies auch nicht erstaunlich. Das Ambiente in der urigen alten Mühle von Huckarde gibt dem Haus eine schöne, gemütliche Atmosphäre. Man sitzt direkt neben dem schön restaurierten Mahlwerk und bestaunt die altertümliche Technik.

Insgesamt ein rundum empfehlenswertes Restaurant mit fairen Preisen, das neben dem Abendessen auch Breakfast und Tea Time anbietet und einen kleinen Biergarten im Sommer in Betrieb nehmen wird. Ich kann nur empfehlen die German Angst vor der britischen Küche zu überwinden, denn dieses Restaurant ist an SlowFood näher dran, als so manch anderes hier im Ruhrgebiet.

Marples in der alten Mühle, Roßbachstraße 34, 44369 Dortmund
Tel: 0231-700 200 71
Internet hier klicken.

Freitag, 8. Januar 2010

Buntes Bentheimer: Erhalten durch Aufessen


Das „Bunte Bentheimer“ das war das Hausschwein der Bergarbeiter im Ruhrgebiet in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Nicht nur wegen der einzigartigen Fleischqualität und der leichten Pflege, sondern auch wegen der schönen, ins Auge stechenden bunten Farbe der Ferkel.
Die „Bunten Bentheimer“ wachsen allerdings langsam und sehr individuell. Für die heutige Massenzucht, die "schnelle Wirtschaftsrassen" fordert, sind sie daher kaum geeignet. So ist das „Bunte Bentheimer“ vom Aussterben bedroht und steht auf der „Arche-Liste“ von Slow Food. Dem Engagement weniger Züchter ist es zu verdanken, dass es noch einige Tiere gibt. Damit die Rasse überlebt, muss jedoch die Nachfrage nach dem Fleisch gefördert werden. Deshalb veranstaltet die „Rôtisserie du Sommelier“ in Essen-Rüttenscheid gemeinsam mit dem Feinkosthandel „essengenuss“ am 13. März 2010 ein „Schlachtfest“ unter dem Motto „Erhalten durch Aufessen“. Spitzenkoch Thomas Friedrich präsentiert das Beste vom „Bunten Bentheimer“. Anmeldungen ab sofort bei „essengenuss“ und in der „Rotisserie du Sommelier“.

Montag, 14. Dezember 2009

Orangerie im Stadtpark Bochum

Das Restaurant „Orangerie im Stadtpark Bochum“ hat nach dem Ausscheiden des früheren Chefs Lensing seit April einen neuen Koch, Herrn Michael Hau. Wir besuchten das Restaurant seit langer Zeit wieder und waren angenehm überrascht. Das Fünf- Gang-Menü für 58 Euro war uns für den Abend zu groß, so dass wir uns aus der Karte ein kleines Abendessen selbst zusammen stellten. Die meisten Gerichte waren auch in dem Menü enthalten. Wir aßen dann:
Als Gruß aus der Küche „Dreierlei vom Lachs“: Tatar, gebeizter und roher Lachs. Exzellent frisch.
Es werden drei Suppen angeboten. Wir wählten eine Pastinakensuppe und eine Rote-Beete-Brühe. Die gebundene Pastinakensuppe war vollmundig und wurde mit einer Einlage von gebratener Entenstopfleber serviert. Bei der Gemüsebrühe kam der frische Geschmack der Roten Beete voll durch, mit Gewürzen war man sparsam.
Unsere Hauptgänge waren eigentlich Zwischengerichte, daher von der Menge her genau das Richtige für ein Abendessen. Kaninchenrückenroulade gewickelt in Speck, gefüllt mit Blutwurst, an Steckrübenscheiben, süß-sauer mariniert. Warmer Rehrückensalat (fünf fingerdicke Scheiben) mit Pastinaken- und Birnenschnitzen. Beide Gerichte wurden lauwarm serviert, das Fleisch war unerhört zart und auf den Punkt gegart.
Zum Nachtisch genehmigten wir und je ein vorweihnachtliches Dessert: Lebkuchentörtchen mit Spekulatiusschaum und ein kleiner Pumpernickelauflauf mit Zimtsauce und Birneneis. Beides sehr leicht und nicht übersüßt. Unser kleines Menü war sterneverdächtigt. Sehr zu empfehlen.
MM