Samstag, 19. Februar 2011

Lesung mit Sabine Jaeger am 27.2. fällt aus

Da die Anzahl der Anmeldungen hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben ist, haben wir uns entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Sie wird gegebenenfalls zum einem späteren Zeitpunkt nochmals angeboten.

Allerdings möchten wir schon einmal auf unser traditionelles Bratheringessen am 15.3. im Haus Wenzel, Herne-Sodingen, hinweisen. Anmeldungen und Infos hier.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Einladung zur Matinee: Eine Kinderbuchautorin liest vor!

Sabine Jaeger beim
Slow-Food-Kochen für Kinder

Convivium Mittleres Ruhrgebiet. An den ersten beiden Ferientagen der letztjährigen Sommerferien fand in der „Vels-Heide-Schule“ in Bochum-Altenbochum eine Geschmacksschulung für Kinder statt. Monika Johannes-Vorbrugg, beim CV Mittleres Ruhrgebiet für Kulinarik zuständig, konnte die Leiterin der Schule Waltraud Kretschmer für das Projekt gewinnen. Zusammen mit der Kinderbuchautorin und Hörfunkjournalistin Sabine Jaeger wurden an den beiden Tagen 40 Kinder in der gut ausgerüsteten Schulküche mit Lebensmitteln und ihrer Zubereitung vertraut gemacht. Nun kommt Sabine Jaeger zu einer Lesung.

Zusammen mit Hermann Schulz, dem ehem. Verleger des Peter Hammer Verlags, hat sie das Buch „Schmeckts’s? Alles übers Essen“ geschrieben. Nicht nur Kindern werden darin Antworten auf viele Fragen zu Essen und Ernährung gegeben. Wenn wir in unseren Supermärkten die Wahl zwischen 9000 Lebensmittelprodukten aus aller Welt haben, hilft es, besser Bescheid zu wissen“ heißt es im Klappentext. Wieso werden Lebensmittel quer durch die Welt transportiert? Warum ist jedes Stück Brot auch Politik? Was hat Vitaminmangel mit Columbus zu tun? Warum soll man nicht glauben, was die Werbung behauptet? Auch über gen-verändertes Gemüse, Hühnerbrust im Kühlregal oder Fische voller Quecksilber. Und: Warum ist Übergewicht eigentlich gefährlich? Wie entsteht Geschmack? Was heißt Bio? Warum ist es toll, zu Hause oder auch in der Schule zu kochen und einen Schulgarten zu haben?

Sabine Jaeger und Hermann Schulze lesen am Sonntag, den 27.02.11 um 12 Uhr in den Räumlichkeiten der Academy der Fa. G Data Software AG, Königsallee 178b aus ihrem Buch.

Wir würden uns freuen, neben Freunden und Mitgliedern des Slow Food Mittleres Ruhrgebiet auch Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter begrüßen zu können.
Anschließend gibt es einen kleinen Imbiss, bei deren Zubereitung einige Kinder gerne helfen können.
Der Kostenanteil beträgt für Erwachsene € 10, Kinder sind natürlich frei.
Anmeldung bis zum 25. Februar hier.

Dienstag, 1. Februar 2011

Rückblick: Schneckentreff im "Aromafänger" am 29.1.2010

Nach einer langen Weihnachtspause traf sich zum ersten Mal in diesem Jahr das Slow-Food-Convivium Mittleres Ruhrgebiet zu einem Schneckentreff im Bochumer Spezialitäten-Laden „Aromafänger“. Zehn Slowfoodies stellten sich am Samstagnachmittag zu einer Kaffeetafel der besonderen Art ein. „Aromafänger“ Rüdiger Hagen präsentierte mit Hilfe der Freundin des guten Geschmacks eine Auswahl der feinen Produkte, mit denen er sonst Geschenkkörbe füllt.

Ziegenfrischkäse auf Nougat
mit Aperitif-Essig

Eine pikant-süße Überraschung war die Kombination von in Handarbeit gefertigtem weißem Nougat aus der Provence Ziegenfrischkäse, abgerundet durch eine dunkle Schokoladensauce. Ergänzt wurde das Ganze mit dem Aperitif-Essig „Honig/Walnuss“ von WEYERS-Essigmanufaktur.

Höri-Bülle mit Bratwurstschnecke und drei Saucen

Zur gegrillten Bio-Kalbsbratwurstschnecke von Bio-Fleischer Gläser, die mit Ingwer, Zitrone, Muskat und Pfeffer fein gewürzt war, wurden an drei verschiedenen BBQ-Saucen aus Maine/USA gereicht. Pomegranate: Granatapfel, Cranberry und Rosinen stehen für fruchtigen Herbstgeschmack
Roasted Apple: Aromatische Sauce aus gerösteten Apfelstücken, verfeinert mit Ahornsirup, Zwiebeln und Apfelessig
Vidalia Onion Fig Sauce: Samtige Feigen-Zwiebel-Sauce mit milder Süße und vollem Aroma.
Vidalia ist eine spezielle Zwiebelart aus dem Bundesstaat Georgia/USA, die diese Zwiebelsorte als Wahrzeichen hat. Richtig gezüchtet kann man Vidaliazwiebeln wie Äpfel essen.
Dazu gab es Höri-Bülle, eine alemannische Zwiebelspezialität. Sie wird auf der Bodensee-Halbinsel Höri ausschließlich durch eigene Nachzucht vermehrt und per Hand geerntet. Das Slow-Food Bodensee-Convivium möchte die Höri-Bülle in ihre Arche des Geschmacks aufnehmen, um ihr Aussterben zu verhindern.

Pomme-Cidre vom Duttenhofer’schem Apfelgut

Halbsüßer, moussierender Apfelwein mit 3% vol. Alkohol und natürlicher Kohlensäure– produziert aus Schwarzwälder Tafelapfel-Sorten.


Italienisches Panforte mit Caffè aus dem Schwarzwald

Kraftvoll-wuchtiger Körper und seine feinen, espressotypischen Säuren zeichnen den Espresso des Schwarzwälder Rösters „Mahlwerkk“ aus: 90 % Arabica /10 % Robusta - Kaffeebohnen aus Brasilien, Äthiopien, Indien und Mexico.
Panforte ist mit Lebkuchen und Pfefferkuchen verwandt. Siena in der Toskana hat als mittelalterliches Handelszentrum orientalischer Gewürze die Rezeptur des italienischen frühen „Powerriegels“ maßgeblich geprägt. Aus Mehl, Wasser, kandiertem Gartenobst, Mandeln und allen Arten von Nüssen besteht das Grundrezept.
Die Variante Torta al Cioccolato wird mit Honig, Kakao, kandierten Kirschen, Mandeln und Haselnüssen und winterlichen Gewürzen hergestellt.

Freitag, 21. Januar 2011

Appell für den Ausstieg aus der Massentierhaltung

300 Professoren rufen zu einer Wende in der Agrarwirtschaft und zu einem würdigen Umgang mit Tieren auf. Morgen findet in Berlin eine Demonstration statt, die den Forderungen ihres „Appells für den Ausstieg aus der Massentierhaltung“ Nachdruck verleihen soll. Es besteht auch die Möglichkeit, sich in eine Unterschriftenliste einzutragen.

Hier der Appell:

„Wir alle wissen längst, dass in der modernen Massentierhaltung eine Tierquälerei in gigantischem Ausmaß stattfindet. Trotzdem nimmt die Zahl und Größe der Tierfabriken in Deutschland immer weiter zu. Die Auswirkungen sind fatal. Die Massentierhaltung

• bereitet Tieren ein Leben voller Schmerz und Leiden,
• trägt zum Klimawandel bei,
• verschmutzt unsere Umwelt,
• ist ein Brutkasten für Krankheitserreger,
• schadet unserer Gesundheit,
• verschwendet wichtige Ressourcen
• und zerstört die Existenzgrundlage von Bauern in Entwicklungsländern.

Man muss keine Veganerin, keine Vegetarierin, ja nicht einmal ein Tierfreund sein, um zu sehen, dass hier politischer Regelungsbedarf besteht. Wir rufen deswegen alle verantwortungsbewussten Menschen auf, sich uns anzuschließen:
Wir fordern den Ausstieg aus der Massentierhaltung und die Transformation zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft!“

Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich in eine Unterschriftenliste einzutragen, finden Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Einladung zum Schneckentreff: Verkostung beim "Aromafänger" am 29. Januar 2011

Slow Food - Mittleres Ruhrgebiet lädt am 29. Januar zum Schneckentreff beim "Aromafänger" in Bochum-Langendreer ein. Von 15 bis 18 Uhr wird dort Pikantes, Süßes und Kribbelndes aus dem Bereich der feinen Kulinarik verkostet. 

Aromafänger: Rüdiger Hagen und seine Frau Christiane Finke

Das Slow-Food-Mitglied Rüdiger Hagen und sein Frau Christiane Finke haben vor Weihnachten den Feinkostladen in Bochum-Langendreer eröffnet. Edle Essige aus Deutschlands ältesten Essigmanufaktur Weyers werden aus Glasballons lose verkauft, genauso wie der der Kräuterliqueur „Sprockhöveler Urwurz“ der Brennerei Habbel, der jedoch hier unter dem eigenen Label „Aromafänger“ zu haben ist. Die verschiedenen Kaffeesorten der Schwarzwälder Rösterei „Mahlwerkk“, Kakaos, Trinkschockolade und Tees von „Becks Cocoa“, Konfitüren und Chutneys von „Cosmaris“, italienischer Honig von „Sapori di Toscana“, Gewürzmischungen von „1001 Gewürze“ oder amerikanische Grillsaucen von „Stonewall Kitchen“ sind nur einige Produkte, die beim „Aromafänger“ zu kaufen sind – sei es einzeln oder in Präsentkörben, die mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt werden.

„Die Idee zu dem Laden kam allerdings von unserer Vorliebe für den südfranzösischen Nougat“, erklärt Rüdiger Hagen. Neben dieser Verführung aus Honig und Nüssen bietet der „Aromafänger“ auch andere süße Spezialitäten, natürlich frisch vor den Augen der Kunden aufgeschnitten: Paste di Mandorla, Panforte und Bruchschokolade.

29.Januar 2011, 15 bis 18 Uhr
Aromafänger, Alte Bahnhofstr. 174, 44892 Bochum
Anmeldung hier

Sonntag, 2. Januar 2011

Genüssliche Genussreise – Sizilien mit Sapio

Im November 2010 haben wir eine Genussreise nach Sizilien gemacht – 1 Woche mit Sapio Reisen. Der Inhaber ist ein Absolvent der Slow Food Universität und weiß seine zahlreichen Kontakte zu Produzenten in ganz Italien gut zu nutzen.

Bei der Olivenernte

Unsere Gruppe aus 9 Personen wohnte in einem Argiturismo bei Trapani, dessen Besitzerin seit Jahrzehnten vielfach prämiertes Olivenöl herstellt. Daher haben wir den ersten Tag bei milden 20 Grad und Sonnenschein mit der Herstellung von Olivenöl verbracht: von der eigenen Ernte, über die Ölmühle bis hin zur Abfüllung unseres „eigenen“ Olivenöls. Eine Olivenöl-Probe rundete das Ganze ab.

Beim Marzipan-Figuren-Herstellen

Ein weiteres High-Light war der Besuch von Donna Grammatico Marzipan Manufaktur. Wo wir dann auch selber mehr oder weniger gekonnte Marzipan Figuren formen durften. Allerdings finde ich persönlich dieses sogenannte Nonnenmarzipan sehr, sehr süß und etwas körnig, durch den verwendeten rieselfähigen Zucker.
Der Besuch eines Weingutes bzw. einer Marsala Herstellung durften natürlich nicht fehlen.
Interessant hier: Der Marsala des Weingutes von Marco de Bartoli reift noch auf althergebrachte Art über Jahre bzw. Jahrzehnte. Allerdings darf dieses Spitzenprodukt sich nicht Marsala nennen, weil es die heutigen Herstellungsweisen (Zuckerzusatz u.ä.) nicht einhält.
Außerdem haben wir uns noch mit der Salzherstellung in den Salinen von Trapani, einer Käserei in einem alten Steinbruch und vielem mehr beschäftigt. Spannend fand ich auch den Markt in Palermo mit Gemüsesorten, die es bei uns nicht gibt und den Fischmarkt in Marsala, wo die Fische so frisch waren, dass sie noch nach Luft schnappten. Ich frage mich allerdings immer noch, ob man Muränen wirklich essen kann ?
Abends gab es im Argiturismo ein typisches italienisches 3 Gänge Menü und am letzten Abend durften wir im Steinofen Pizza backen.
An einem Abend haben wir eine Slow-Food Osteria in Trapani besucht und ein vielgelobtes Fischmenü bekommen.
Ich kann sagen, dass wir vieles gesehen und erfahren haben, was wir sonst als normale Touristen nicht erlebt hätten. Das Ganze war sehr gut organisiert. Die Gruppengröße war auch gerade richtig. Das einzige was mir nicht gefallen hat war, dass die Reise nach einer Woche schon herum war.
Wer jetzt mehr wissen will, findet unter http://www.sapio.de/ das aktuelle Programm.
Gudrun Kaltenborn

Freitag, 26. November 2010

"Gastmahl Italienisch" vom CV Mittleres Ruhrgebiet im Ömmes Hof, Herne

Bruschette zum Entrée

CV Mittleres Ruhrgebiet. Klein aber fein verlief das Slow-Food-Gatsmahl Italienisch im Ömmes Hof in Herne. Ob es an der Hektik der in diesen Tagen ausbrechenden Vorweihnachtsszeit lag, leider fanden nur 12 Slowfoodies und Freunde den Weg zum fünften Menü der Reihe über die Küche des Ruhrgebietes, die das Convivium Mittleres Ruhrgebiet im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 veranstaltet. Somit sind die fünf Säulen der Ruhrgebietsküche „abgegessen“. Mit den Stammessen Rheinisch und Westfälisch wurden die historischen Wurzeln aufgezeigt, mit den Gastmahlen Polnisch, Türkisch und Italienisch die Einflüsse, die die Arbeitsimmigranten mitgebracht haben.
Der Ömmes Hof in Herne ist eines jener typischen italienischen Restaurants, die die Gastro-Szene im Ruhrgebiet prägen. Sie nehmen seit den 60er Jahren jenen Platz ein, der früher traditionell von den Lokalen mit deutscher bürgerlicher besetzt war. Andersherum ist in den verbliebenen deutschen Restaurants der Einfluss der italienischen Küche unübersehbar, sowohl bei den Gerichten und vor allem in der Art des Kochens.

Menü: Zum Vergrößern auf die Bilder klicken

Patron P. Albino Freda, der den Ömmes Hof seit 1988 betreibt und eigentlich aus Kalabrien stammt, hatte für das Gastmahl ein herbstliches, wärmendes Menü zusammengestellt. Zum Entrée gab es verschiedene Bruschette, geröstete Brotscheiben mit Tomaten, Schinken und Auberginen. Den ersten Gang bildete ein Risotto mit Steinpilzen, wie er in der Gegend um Rom gern gegessen wird. Zum Hauptgang gab es eine Spezialität aus dem Piemont: ein Ossobuco, löffelweich geschmort mit einer Orangensauce und hausgemachten Gnocchi, den kleinen Kartoffelklößchen, die sich so herrlich als Saucenträger eignen. Zum Nachtisch gab es ganz klassisch Pannacotta mit Früchten.
Bemerkenswert waren die Weine, die der Ömmes Hof im Angebot hatte. Das Ossobuco wurde perfekt von Barbera d’Alba des Bioweinguts Punset aus dem Jahr 2004 begleitet. Eine Entdeckung war auch ein sizilianischer Weißwein, ebenfalls Bio, aus der Rebsorte Cataratto, die auch gern für die Wermut-Herstellung benutzt wird. Der trockene Wein aus dem Jahr 2006 vom Weingut Bagliesi changierte in den verschiedensten Gemüse- und Frucht-Aromen.


Fröhliche Slowfoodies im Ömmes Hof

Gänseessen des Conviviums Essen im „Landhaus Höppeler“, Mülheim

Convivium Essen. Gute Stimmung herrschte beim Gänsemenu im „Landhaus Höppeler“ am Samstag, dem 20 November 2010, des im August dieses Jahres neugegründeten Slow Food Conviviums Essen.
17 Teilnehmer waren der Einladung der Conviviumsleitung gefolgt, darunter auch Slow Food-Interessierte. Gemeinsam wollten sie das Menu des Eurotoques-Chefkochs Peter Höppeler genießen.

Eurotoques ist eine Köchevereinigung, deren Mitglieder sich auf breiter Ebene für die Erhaltung natürlicher Produktion von Lebensmitteln und die damit verbundene Wahrung der Natur- und Kulturlandschaft, der Pflege heimischer Erzeugnisse und für die Entwicklung eines Verbraucherbewusstseins durch Verwendung natürlich produzierter Lebensmittel einsetzen. Ziele, die auch Slow Food verfolgt und deren Umsetzung an diesem Abend erlebt werden konnte.
Nach einem Aperitif mit einem Apfel-Cidre von Streuobstwiesen vom Niederrhein wurde am Tisch zum „Gruß aus der Küche“ Platz genommen. Peter Höppeler legt Wert darauf, nur frische, regionale und natürlich produzierte Lebensmittel zu verarbeiten. Fleisch und Gemüse bezieht er ausschließlich von Bio-Betrieben. Danach wurde das viergängige Gänsemenu serviert:

• Maronensüppchen mit einem Gänseleber-Apfelspieß
• Baumkuchen von der Gänseleber mit Feldsalat und eingelegten Balsamicozwetschgen
• Brust und Keule von der Landgans auf Holunderbeerensauce mit gefülltem Kloß, Rotkohl und Apfel-Chili-Kompott
• Apfeltarte mit hausgemachtem Vanille-Orangeneis

Anregende Gespräche, fröhliche Gäste, eine offene und kritische Diskussion zum Menu, wobei das Preis-Leistungsverhältnis die Zustimmung aller Teilnehmer fand, machten diesen Abend insgesamt zu einem genussvollen Erlebnis. Schade nur, dass der Hausherr, Herr Höppeler nicht die Zeit fand, die Slow Food-Gäste persönlich zu begrüßen und einige Worte zu den eingesetzten Produkten und zu den Eurotoques zu erläutern. Es gab viel an diesem Abend zu tun und der Slow Food-Tisch war nicht der einzige vollbesetzte Tisch.
Einhellig und gemeinsam waren die Teilnehmer an diesem „ersten Jahresabschlussessen“ des Conviviums Essen“ der Meinung, dass es solch ein Treffen im nächsten Jahr wiedergeben sollte. Freuen wir uns drauf.

Mittwoch, 17. November 2010

Erinnerung: "Gastmahl Italienisch" im Ömmes Hof, Herne

Am Donnerstag, den 25. November, findet das „Gastmahl Italienisch“ im Rahmen einer Menüreihe zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 statt, die Slow Mittleres Ruhrgebiet veranstaltet. Die Anmeldefrist wurde bis zum 22. November verlängert. Die Veranstaltung ist öffentlich.
Anmeldung hier.

Sonntag, 7. November 2010

Einladung: "Gastmahl Italienisch" im Ömmes Hof, Herne

Convivium Mittleres Ruhrgebiet. Nachdem Slow Food – Mittleres Ruhrgebiet in den vergangenen Monaten in einer RUHR.2010-Menüreihe zur Ruhrgebietsküche die westfälische, polnische, türkische und rheinische Küche dargestellt hat, findet am Donnerstag, 25. November, mit dem „Gastmahl Italienisch“ die letzte Veranstaltung der Reihe statt.

Ausrichter ist der „Ömmes Hof“ in Herne, ein typisches italienisches Restaurant im Ruhrgebiet. Seit 1988 präsentiert P. Albino Freda hier italienische Küche auf beachtlichem Niveau, wie sie im Ruhrgebiet üblich ist. Verwurzelt in den regionalen Kochtraditionen Italiens, gehen die Gerichte auf die kulinarischen Wünsche der Menschen in unserer Industrieregion ein. Für das „Gastmahl Italienisch“ hat er ein herbstliches Menü zusammengestellt.

Das Menü:
Dreierlei Bruschetta
Risotto mit Steinpilzen
Ossobuco mit hausgemachten Gnocchi
Panna Cotta
Preis: 25 Euro
Zusätzlich freut sich SLOW FOOD über einen Beitrag von 2 Euro für die Organisation des Abends.
Anmeldung bis zum 20. November hier.

Gastmahl Italienisch
Donnerstag, 25. November 2010, 19.30 Uhr
Ömmes Hof
Bochumer Straße 211
44625 Herne
http://www.af-ristorante.de/

Mittwoch, 3. November 2010

Offener Brief an Nelson Müller

Manfred Weniger, der Leiter des Slow Food Conviviums Essen, hat folgenden Offenen Brief an Nelson Müller vom Restaurant "Schote" in Essen geschickt.

Sehr geehrter Herr Müller,

mit Interesse habe ich Ihre wiederholten Äußerungen zu Produkten, einheimischen Produkten und zur Qualität von Produkten zur Kenntnis genommen. Im Rahmen der vielfältigen Veranstaltungen von „ESSEN GENIESSEN e.V.“ haben Sie es durch regionale Menu-Bestandteile unterstreichen wollen.
Im aktuellen „Restaurantkarussel“-Heft lese ich, dass von Ihnen in Ihrem Menu das Gericht „Bad Bentheimer Milchferkel mit Saubohnen …“ angeboten wird.
Bitte haben Verständnis, dass bei mir sofort die Assoziation zum „Bunten Bentheimer Weide-schwein“ gedanklich hergestellt ist. Ein Schwein, welches in der „Roten Liste der G-E-H“ immer noch als gefährdet bezeichnet wird, das Mitglied der „Arche des Geschmacks“ von Slow Food e.V. ist. Beide Organisationen sind der Überzeugung, dass man dieses Schwein unbedingt erhalten muss und dass der Weg über das „Aufessen“ geht. Nur so gibt es für die Züchter und Produzenten einen Sinn für die Züchtung. Dass der Geschmack dieser Rasse obendrein vorzüglich ist, gibt Hoffnung, dass diese alte Haustierrasse, das Schwein der Bergarbeiterfrauen im Ruhrgebiet in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, tatsächlich gerettet werden kann. Insofern macht es viel Sinn, das Fleisch dieses Schweines in der Gastronomie zu verarbeiten.
Allerdings frage ich mich und vor allem Sie, was ein „Milchferkel“ sein soll?
Egal bei welcher Schweinerasse, Ferkel säugen ca. 6 -10 Wochen bei der Sau, ab der 2. Lebenswoche beginnt man mit dem Zufüttern, damit die Ferkel mit dem Absetzen ein Gewicht von ca. 25 kg erreichen – wohlgemerkt Lebendgewicht, nicht Schlachtgewicht.
Es ist nach meiner Kenntnis eigentlich unüblich, Ferkel mit dem Absetzen zu schlachten – dieses gibt es zwar bei Schaf- und Ziegenlämmern ( Milchlämmer ) und Kälbern ( Saugkälber ) – aber hier liegt das Gewicht dann höher und die Säugezeit ist länger.
„Milchferkel“ wären also Ferkel, die direkt nach dem Absetzen von der Muttersau geschlachtet werden würden. Wie gesagt, das wäre völlig neu für mich.
Die Bezeichnung „Bad Bentheimer Milchferkel“ ist für mich auch aus züchterisch-haltungstechnischer Sicht nicht richtig.
Nach Auskunft von Herrn Helge Thoelen, 1. Vorsitzender des „Vereins zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines“ und Geschäftsführer der „ZV NORDSCHWEIN e.V.“ gibt es bei den „Bunten Bentheimer Schweinen“ zwar unterschiedliche Rassebegriffe, wie „Bentheimer Landschwein, Bentheimer Weideschwein, Swatbunte etc.“. Gemeint ist aber immer die im Zuchtbuch eingetragene, auf Grund genetischer Abstammungen sowie kontrollierter Zucht geführte Rasse des „Bunten Bentheimer Schweines“.
Somit kann z.B. ein „Bad Bentheimer Schwein“ irgendein Schwein sein, dass in der Stadt Bad Bentheim gehalten und gemästet wurde – allerdings ohne jeglichen Bezug zum „Bunten Bentheimer Schwein“.
Festzustellen ist, dass es ein „Bad Bentheimer Schwein“ nicht gibt, d.h. ein solches Schwein würde in keinem Zuchtbuch der Welt zu finden sein. Damit gibt es auch keine Produkte vom „Bad Bentheimer Schwein“ (mit und ohne Milch).
Was kann also „Bad Bentheimer Milchferkel“ sein? Ich würde bei meinen Kenntnissen aus dem Zucht-Nutztierbereich auf folgenden „Herkunftsnachweis“ kommen:
Ein Schwein jüngeren Alters der Rasse X, das bis zur Schlachtung mit Milch gefüttert wurde. Ein „Buntes Bentheimer Schwein“ wird daraus aber nicht.
Natürlich – und das muss man leider feststellen – gibt es mit der Diskussion um das „Bunte Bentheimer Schwein“ mittlerweile Trittbrettfahrerei, die den guten Namen mit gebrauchen wollen. Und sei es durch eine willkürliche Namensgebung, die eben zu der oben genannten Assoziation führt, die falsch ist.
Ich möchte Sie bitten, mit Ihren Lieferanten zu klären, um was für ein Produkt es sich bei dem von Ihnen angebotenen „Bad Bentheimer Milchferkel“ handelt, was für eine Rasse es ist, von wem es kommt, wie es aufgezogen ist.
Es würde mich freuen, wenn Sie mich darüber informieren könnten, aber vor allem auch Ihre Gäste. Damit diese erhalten, was Sie vielleicht mit dem Begriff „Bentheimer“ erwarten.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Weniger
Conviviumsleiter
Slow Food Convivium Essen

Zur Erläuterung:
Milchlamm, Milchkalb – hier gibt es im Lebensmittelrecht klar definierte Begriffe und Inhalte. Das Wesentliche und Bestimmende: Dieses sind Tiere, die nichts anderes als Muttermilch bekommen haben. Sie können, da sie eine gewisse Größe erreichen, als solche auch vermarktet werden. In Ableitung dieses o. g. Begriffe bedeutet dieses, dass ein Milchferkel ausschließlich von der Muttermilch der Sau ernährt wird.
Das Geburtsgewicht eines Ferkels beträgt ca. 1 – 1,5 kg. Diese Ferkel (jetzt sind es noch “ech-te“ Milchferkel) werden ab der 2. Lebenswoche neben der Muttermilch mit Ferkelfutter gefüttert. Nach dieser einen Woche „Muttermilch“ haben sie nur wenig an Gewicht zugenommen, können also nicht vermarktet werden.
Nach 4 - 5 Wochen werden die Ferkel mit einem Gewicht von ca. 7,5 kg von der Muttersau getrennt (abgesetzt, Absatzferkel). Sie kommen dann in einen speziellen Aufzuchtstall, in dem sie bis zu einem Gewicht von 25 kg Lebendgewicht, nicht Schlachtgewicht (ca. 11. – 12. Lebenswoche) gehalten wer-den. Das sind dann die „normalen“ Spanferkel, die wir erhalten.
Bleibt man in der Systematik des Lebensmittelrechts – Vergleich zu Lamm/Kalb – gibt es keine „ech-ten“ Milchferkel im Verkauf. Es scheint aber gängige Praxis zu sein, junge Ferkel, die bereits Fertigfutter erhalten, aber noch parallel gesäugt werden (s. o.) – aus meiner Sicht irreführend – als Milchferkel zu bezeichnen.
Absatzferkel sind definiert als abgesetzte Ferkel bis zum Alter von 10 Wochen. Das Durchschnittsgewicht der Ferkel einer Gruppe Absatzferkel muss mindestens 5 kg betragen. Bei neu zusammen-gesetzten Gruppen darf das Gewicht der einzelnen Tiere um höchstens 20 Prozent vom Durchschnittsgewicht der Absatzferkel der Gruppe abweichen.
Ferkel, die nicht zur Zucht bestimmt sind, werden mit ca. 25-30 kg Lebendgewicht zur Mast aufgestallt. Für die Mast von 25 auf 110 kg Lebendgewicht (das „Normalgewicht“ für die Schlachtung“) werden in der Massenhaltung drei - vier Monate gebraucht. Die Tageszunahmen liegen zwischen 650 und 750 Gramm. Je kg Gewichtszuwachs werden etwa 3 kg Futter benötigt.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Bremen: SlowFisch 2010 - Entdecken, Genießen, Bewahren

Convivium Essen. Vom 5. bis zuim 7.11.2010 findet in Bremen die Messe SlowFisch statt. Karpfen, Saibling, Bachforelle – Fische aus deutschen Gewässern stehen im Mittelpunkt der diesjährigen SlowFisch 2010. Erstmalig werden dazu im SlowFisch-Restaurant in Kooperation mit Fischereiverbänden, regionalen Züchtern und Teichwirten heimische Fischarten wie Saibling, Bachforelle, europäischer Wels oder Karpfen serviert.
Informationen: http://www.slowfisch-bremen.de/
Darüber hinaus lädt das Bremer Convivium am 06. 11. 2010 a 19.00 Uhr ein, den Tag in geselliger Runde in ihrem neuen Slow Food Domizil ausklingen zu lassen.

Bremer Presseclub, Waldemar-Koch-Haus, Schnoor 27/28, 28195 Bremen

Die Wirtin, Frau Schäfer wird ein Regionales Bremer Slow Food Schnecken Buffet vorbereiten:
- Bremer Stubenkücken - Heimische Fische warm und kalt zubereitet - Käseplatte aus der Region. Kosten: 16,- €/Person (zzgl. Getränke)
Anmeldung: Bis 02.11.2010 per Mail mit Angabe der Personenzahl an michael.heise@slowfood.de

Einladung: Schneckentreff "Arche des Geschmacks"

Convivium Essen. Martina Hasewinkel, Mitglied der Arche-Kommission von Slow Food und dort auch zuständig für Arche-Projekte in NRW, wird an diesem Abend Diskussionsgast im CV Essen sein. In der Diskussion soll u. a. erläutert werden, was die „Arche des Geschmacks“ ist, was sie für Slow Food bedeutet, wie sich Convivien einbringen können, wie es damit international aussieht und ob es Projekte gibt, die wir als Convivium unterstützen bzw. initiieren können.
Mitglieder des CV Essen haben sich bereit erklärt, ein kleines Mahl mit Arche-Produkten vorzubereiten. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit der Verkostung von ausgewählten „Presidio“-Produkten, direkt mitgebacht vom Salone del Gusto 2010, geben.
Der Kostenbeitrag beträgt für Mitglieder 15,- € (ohne Getränke) und für Nichtmitglieder 17,- €.

10. 11. 2010, 19.30 Uhr. Schneckentisch in der kochBar-essBar, Welterbe Zollverein, Schacht XII, Halle 12, Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

Für diesen Schneckentisch ist eine Anmeldung wegen der Essens-Planung notwendig. Anmeldung hier

Einladung: Gans und gar - Großes Gänseessen

Convivium Essen. Zum ersten Mal in diesem Jahr – vielleicht wird eine Tradition daraus.
Im November, wenn die Gänse schlachtreif sind, möchten wir uns von der Familie Höppeler und ihren Mitarbeitern im „Landhaus Höppeler“ (Mülheim Mintard) mit einem Gänsemenu verwöhnen lassen. Es gibt ein viergängiges Menu von der Gans – wir können uns darauf freuen!
20.11.2010
Ort: Landhaus Höppeler, August-Thyssen-Straße 123, 45481 Mülheim (Ruhr)
Anmeldung hier
Der Kostenbeitrag beträgt für Mitglieder 38,- € (ohne Getränke) und für Nichtmitglieder 40,- €
Veranstalter: Convivium Essen