Freitag, 8. Juli 2011

Einladung: Besuch des jüdischen Restaurants "Matzen" in der Bochumer Synagoge, 27. Juli 2011

Jarkoje: Zartes, mit Backpflaumen geschmortes
Rindergulasch mit Auberginen und Kartoffeln

Die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen ist die zweitgrößte in Westfalen. Besonders durch die Zuwanderung aus der Sowjetunion stieg die Zahl auf über 1000 Mitglieder, so dass man sich entschloss, eine neue Synagoge zu bauen. 2007 konnte der der elegante Bau des nach Plänen des Kölner Architekten Peter Schmitz neben dem Bochumer Planetarium eingeweiht werden und ist seitdem ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt geworden.

Die Synagoge in Bochum (Foto: Presseamt Bochum)

Vor einem Jahr konnte auch der Plan verwirklicht werden, im Gebäude der Synagoge das jüdisches Restaurant "Matzen" zu eröffnen. Die kleine Karte umfasst nur wenige Gerichte aus der ostjüdischen, New Yorker und israelischen Tradition. Auf die Frage, ob die Gerichte koscher seien, ist Aleksander Chraga ein wenig zurückhaltend. „Was wir machen, ist ‚kosher style‘, eine einfachere Form“, erklärt er. Die Zutaten sind koscher, und auch in der Küche besteht durchaus die Möglichkeit, nach den Kaschrut-Regeln zu kochen.

Küchenchef Dimitri Markmann

Koscher bedeutet nicht unbedingt, dass das Essen besonders gut ist. Dazu gehört selbstverständlich das Engagement des Kochs, und mit Dimitri Markmann hat das „Matzen“ einen ganz besonders engagierten. Alles ist hausgemacht und wird traditionell gekocht und gebacken.

Slow Food Mittleres Ruhrgebiet besucht am 27. Juli um 19.30 Uhr das Matzen. Bitte melden Sie sich hier an.  Gegessen wird à la Carte. Hier die Gerichte im Bild, die unser Mitgliedd Peter Krauskopf bei einem Besuch mit Begsiterung gegessen hat. Zu Speisekarte des "Matzen" geht es hier.

Matzen und Brötchen


Borschtsch mit Dill


Lekach (Honigkuchen) zum Dessert


Mittwoch, 27. Juli 2011
"Matzen", Bochum, Erich-Mendel-Platz 1 (in der Synagoge) 
19.30 Uhr

Sonntag, 12. Juni 2011

Veranstaltungen im Juni

Die drei Ruhrgebiets-Convivien von Slow Food laden im Juni zu interessanten Veranstaltungen ein. Um daran teilzunehmen, muss man kein Mitglied der Genießervereinigung sein.

Foto: Jürgen Schoner, Wikipedia
Freitag, 17. Juni: Besuch der Grafschafter Weinberg-schneckenzucht in Moers
Das Convivium Essen lädt zum Besuch der Grafschafter Weinbergschneckenzucht in Moers ein. Im Mittelalter war die Helix-Pomatia, die Weinbergschnecke, eine beliebte Fastenspeise. Sie galt weder als Fisch noch als Fleisch. Auch heute noch sind Weinbergschnecken aus der traditionellen Küche Frankreichs, Griechenlands, Italiens und Spaniens nicht wegzudenken. Die Grafschafter Schneckenzucht in Moers ist der einzige derartige Betrieb in NRW. Der Besuch findet abends statt, da die Schnecken nachtaktiv sind.
Kosten inklusive 3-Gang-Schneckenmenü 59 Euro. 19 Uhr. Grafschafter Weinbergschneckenzucht, Kohlenhucker Weg 207, 47445 Moers.
Nähere Informationen und Anmeldung hier.

Karte: Permakultur e.V.
Dienstag, 21. Juni: Besuch des Gartens des Fördervereins Permakultur e.V. in Dortmund
Das Convivium Dortmund lädt zum Besuch des Gartens des Fördervereins Permakultur e.V. ein. Im UmweltKulturPark wird nach den Grundsätzen der Permakultur zu Erhalt und Verbreitung alter Gemüse- und Blumensorten beigetragen, naturnahes Gärtnern vermittelt und die Schönheit und Vielfalt der Natur im Dortmunder Süden erlebbar gemacht. Es gibt auch ein großes Angebot an Pflanzen für den eigenen Garten und Balkon.
18.00 Uhr. UmweltKulturPark, Ostenbergstraße, 44225 Dortmund (Eingang gegenüber Kath. Studentengemeinde, Nähe Storckshof).
Kosten inklusive kleinem Essen: 7,50 Euro
Anmeldung erbeten bis zum 15. Juni 2011 unter welkoborsky.dorstfeld@gmx.de

Ehepaar Lobah
Freitag, 24. Juni: Marokkanische Küche in Herne
Das Convivium Mittleres Ruhrgebiet lädt zu einem marokkanischen Menü ins Restaurant „Mediterran“ in Herne ein. Eine Mischung aus Einflüssen der nordafrikanischen, arabischen und südeuropäischen Küche wird uns hier begegnen. Mit einem 4-Gänge-Menu, mit Cous-Cous, Datteln, Mandeln, Kichererbsen und Pfefferminztee, entwirft das marokkanische Ehepaar Lobah einen Einblick in seine heimische Küche.
Das viergängige Menü kostet 29,50 Euro. Beginn: 19.30 Uhr. Restaurant Mediterran, Kantstr. 27, 44627 Herne-Sodingen.
Infos zum Menü und Anmeldung hier.

Foto: soebe, Wikipedia
Samstag, 25. Juni: Besuch der Imkerei Berghane in Gelsenkirchen
Das Convivium Essen lädt zum Besuch der Imkerei Berghane in Gelsenkirchen ein. Die kleine Imkerei Berghane mit ihren 12 bis 15 Wirtschaftsvölkern ist ein Betriebsteil des Biolandhof Bollmann am Niederrhein. Dorthin wandern die Bienenvölker auch regelmäßig zur Bestäubung von Zucchini, Kürbis und weiterer Kulturpflanzen. Diese Bienen entstammen keiner Hochleistungszucht, sind sanftmütig und regional angepasst, da keinen Einfluss auf die Begattung vorgenommen wird. Die Bienen werden gemäß Bioland-Richtlinien gehalten.
Kosten: 8,00 € incl. Honigprobe für Mitglieder/für Nichtmitglieder zuzügl. 2 €. Kinder frei.
Imkerei Ralf Berghane, Am Schleusengraben (Kleingartenverein Horst - Emscher), 45899 Gelsenkirchen
Anmeldung und Info hier.

Dienstag, 31. Mai 2011

Einladung: Marokkanisches Restaurant „Mediterran“ in Herne

Freitag, 24.6.2011, 19.30 Uhr

Accedine und Ismahan Lobah
laden zum marokkanischen Menü.

Wenn wir an die mediterrane Küche denken, fallen uns Spanien, Italien und Griechenland ein. Doch was ist z.B. mit der Küche aus den anderen Ländern rund ums Mittelmeer wie z.B. Libanon, Ägypten, Tunesien oder Marokko? Reklamieren wir die mediterrane Küche nur für uns Europäer? Neben dem Bosporus, der Europa mit Asien verbindet, ist die Straße von Gibraltar die kürzeste Lücke zwischen Europa und einem Nachbarkontinent, in diesem Fall Afrika.
Wir werden uns daher nun mit unserem nächsten Nachbarn befassen, Marokko. Eine Mischung aus Einflüssen der nordafrikanischen, arabischen und südeuropäischen Küche wird uns hier begegnen. Mit dem nachstehend beschriebenen 4-Gänge-Menu, in dem das Nationalgericht Cous-Cous natürlich nicht fehlen darf, Gewürzen, Datteln, Mandeln, Kichererbsen und Pfefferminztee, entwirft uns das marokkanische Ehepaar Lobah in ihrem Restaurant "Mediterran" einen ersten kurzen Einblick in ihre heimische Küche.
Bitte melden Sie sich bis zum 17. Juni 2011 an.
Anmeldung und Infos zum Menü finden Sie hier.

Rückblick: Besuch bei den Auerochsen in Hattingen

Bisons in Kanada? Wisente in Polen? Chianina-Rinder in der Maremma? Wasserbüffel in Kampanien? Wer glaubt, seltene Rinderrassen in natürlicher Umgebung nur in der großen weiten Welt entdecken zu können, irrt. Dass es solche Paradiese auch vor der Haustür gibt, konnten gestern 12 Slowfoodies vom Convivium Mittleres Ruhrgebiet erleben. Sie gingen in Hattingen Baak-Winz auf Auerochsen-Safari. Hier, in einer großen Ruhrschleife, ist das das Flusstal besonders romantisch, und die Idylle wird von den Einwohnern besonders energisch verteidigt. „Tal der Gesetzlosen“ ist auf einem verblassten Schild zu lesen, das an den gewonnenen Kampf der wutbürgerlichen Eingeborenen gegen den Autobahnbau der sog. „DüBoDo“ vor gut 25 Jahren erinnert.

Bauer Schulte-Stade

Gut dreiviertel Stunde ging es in Schleichfahrt in Jeep und Pick-Up über die für Radfahrer und Spaziergänger gesperrten Ruhrwiesen des Schultenhofs, auf denen Bauer Schulte-Stade die Wildrinder züchtet. Eigentlich wurde der Auerochse vor fast vierhundert Jahren ausgerottet, doch begannen die Brüder Heck in 1920-er Jahren mit der sog. Rückzüchtung, so dass die heutigen Heckrinder dem alten Auerochsen sehr nahe kommen. Klappen konnte die Dedomestikation, weil die meisten Hausrindrassen vom Auerochsen abstammen.

Frau von Rüden und Bauer Schulte-Stade begrüßen die Slowfoodies.

 
Los ging es mit Pick-Up...

... und Jeep.

Da kamen die Auerochsen in Sicht.

Die großen, unterschiedlich gezeichneten Ur-Viecher mit ihren hübschen, wolligen Kälbern leben das ganze Jahr über ungestört auf der Weide. Sie können auf dem Areal umherwandern wie das Wild in der Serengeti und sich die jeweils besten Futterplätze suchen. Die Kühe gebären ihre Kälber ganz ohne menschliche Hilfe. Nur bei extremem Hochwasser der Ruhr werden sie eingefangen und in Sicherheit gebracht. Im Herbst gibt es das Fleisch der Auerochsen auch zu kaufen. Allerdings werden sie nicht wie die Hausrinder geschlachtet, sondern mit dem Jagdgewehr erlegt.

Als sich die kleine Auto-Karawane der Herde näherte, taten die Auerochsen das, was halbwilde Tiere so tun. Erst guckten sie neugierig, was da kommt, und dann trollten sie sich schleunigst von dannen.





Deftiger Imbiss nach dem Abenteuer.

Nach dem Ausflug gab es im zur Zeit leeren Kuhstall des Schultenhofs einen deftigen Imbiss. Leider gibt es momentan kein Auerochsenfleisch, doch das Rindfleisch, das Bauer Schulte-Stade als Roastbeef und Gulasch auftischen ließ, entschädigte vollauf. Obwohl erst seit wenigen Jahren Bioland-zertifiziert, betreibt er die Bio-Viehzucht seit eh und je. Neben den Auerochsen hält er auch noch normale Fleischrinder, und in einem Eichenwald mästet er regelmäßig Bunte Bentheimer Schweine für einen aromatischen Schinken. Neben dem Schultenhof in Hattingen bewirtschaftet Schulte-Stade noch einen zweiten Hof in Witten. Seine Rinder verarbeitet er in einem eigenen Schlachthaus und verkauft das Fleisch in einem Hofladen. Auch als Caterer hat er einen guten Namen. Er versorgt u.a. den Landtag in Düsseldorf und die Messe Essen, wo er in Kürze ein Bio-Restaurant eröffnen wird.

Gedränge am Büffet


Roastbeef und Gulasch mit Spitzkohl und Püree


Frische Erdbeeren zum Nachtisch

Weitere Infos über den Schultenhof finden Sie hier.

Dienstag, 24. Mai 2011

Manfred Meimberg gestorben

Am 17.5.2011 starb Manfred Meimberg im Alter von 78 Jahren. Der schwer Herzkranke hatte verfügt, dass die Lebenserhaltenden Maßnahmen nicht weiter fortgesetzt werden sollten.

Zusammen mit seinem Vetter Julius Meimberg hob er im Jahr 2005 das Slow Food Convivium Mittleres Ruhrgebiet aus der Taufe. Für Slow Food im Ruhrgebiet war er - wie bei vielem anderem auch – die treibende Kraft und Seele vom Ganzen. Nicht nur für das Convivium Mittleres Ruhrgebiet setzte er sich ein, auch die anderen Convivien in Essen, Dortmund und Duisburg unterstützte er aus ganzem Herzen.

Slow Food wird Manfred Meimberg in ehrendem Angedenken halten.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Einladung: Besichtigung der Auerochsenzucht auf dem Schultenhof in Hattingen Baak-Winz, 28.5.2011



Da, wo die Ruhr den großen Bogen macht, da liegt seit 1232 eingebettet in den Lauf der Ruhr im Hattinger Ortsteil Winz-Baak der Schultenhof. Die Besitzer leben seither von der Landwirtschaft und der Verarbeitung der eigenen Erzeugnisse. Seit einigen Jahren erweitert um die Standbeine Partyservice und die Organisation von Großveranstaltungen.
Das Wichtigste für Betriebe mit Direktvermarktung aber bleibt, sich in der Qualität von den ganz großen Industriebetrieben abzuheben und eine Nische zu besetzen. Genau hier setzt der heutige Besitzer Schulte-Stade an und hält seit einigen Jahren zusätzlich zu den üblichen Hausrindern und -schweinen das Heckrind und das Bunte Bentheimer Schwein.
Das Heckrind ist eine Rückzüchtung des seit 1827 als ausgerottet geltenden Auerochsen (Bos primigenius). Der Auerochse war ein gegenüber dem heutigen Hausrind erheblich größeres Tier, vergleichbar mit dem Wisent. Das Fell war dunkelrotbraun und bei den Stieren oft fast schwarz. Sie lebten in offenen Wäldern und ernährten sich von Gräsern, Kräutern, Laub und Waldfrüchten wie Eicheln.

Die Familie Schulte-Stade hält die Tiere von den Menschen weitestgehend unberührt und auf sich gestellt in den saftigen Wiesen der Ruhrauen. Hier finden die Tiere die Randbedingungen, die auch der Auerochse bevorzugte: Futter aus Gräsern, Wildkräuter. Laub, und Waldfrüchte und den notwendigen Auslauf.

Das Ergebnis ist ein wohlschmeckendes zartes Fleisch, das für alle Einsatzzwecke bestens geeignet ist. Zur weiteren Qualitätssicherung wurde auf dem Hof ein eigenes Schlachthaus errichtet, so dass die Produktionskette von der Geburt der Tiere bis zur Vermarktung des Fleisches bzw. fertiger Speisen auf dem Hof gesichert ist.
Neben den Heckrindern in den Ruhrauen werden die Bunten Bentheimer Schweine in den nahen Waldgebieten gehalten.

Programm der Hofbesichtigung:
Herr Schulte-Stade wird uns ab ca. 10:30 Uhr mit Traktor und Wagen zu den Heckrindern und den Bunten Bentheimern fahren, sodass wir die Tiere vor Ort erleben können. Im Anschluss besichtigen wir die hauseigene Schlachterei und haben ab 13 Uhr Zeit, bei einem gemütlichen Essen in der Scheune weitere Informationen zum Hof und den Tieren zu erhalten. Natürlich wird es hier dann etwas vom Heckrind und vom bunten Bentheimer geben.
Wann: Samstag, 28. Mai 2011, 10:30 Uhr
Wo: Der Schultenhof, Alfred Schulte-Stade, Königsteiner Str. 103, 45529 Hattingen
Nähere Informationen über den Schultenhof können Sie sehen unter http://www.der-schultenhof.de/ . Hier finden Sie auch eine Lageskizze.
Kosten: In den Kosten von € 20/Pers für Slowfood-Mitglieder sind enthalten die Fahrt mit dem Traktor zu den Heckrindern und Bunten Bentheimern sowie Essen und Getränke. Für Nichtmitglieder beträgt die Umlage € 25.
Max. Teilnehmer: 20.
Anmeldung: Die Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen ist maßgeblich. Deshalb unbedingt hier anmelden. Letztes Anmeldedatum ist der 25. Mai!

Montag, 2. Mai 2011

Rückschau: Westfälisches Menü im „Neuling“ am 29. April


Axel Schmidt (rechts) vom Neuling steht den Slowfoodies Rede und Antwort.

Eigentlich ist es schade, dass am 29. April nur sechs Slowfoodies den Weg ins Bochumer Restaurant „Zum Neuling“ gefunden hatten. Denn Axel Schmidt, der Hausherr des alteingesessenen Hotel-Restaurants, hatte ein wunderschönes und vor allem schmackhaftes westfälisches Menü zusammen gestellt, wie man es sich bei Slow Food vorstellt. Produkte von regionalen Produzenten verarbeitete er zu verschiedenen Gängen, die wiederum von klassischen regionalen Rezepten inspiriert waren.

Die Vorspeise vereinigte gleich drei traditionelle Beläge für den Reibekuchen: Blutwurst, Räucherlachs vom Fischhof Baumüller in Wickede und Mescheder Schnippelschinken mit Schamand.

Diesem Einstieg folgte eine eigenwillige Interpretation des Burgers, nämlich aus Lachsforelle und Waller (weißem Wels). Dazu gab es intensiv schmeckende Bärlauch-Kohlrabi.

Dem Fisch folgte ganz klassisch der Felischgang: über 8 Stunden löffelweich geschmorte Ochsenbäckchen in einer verführerisch süßen Rübenkrautsauce mit Stielmus und Kartoffel-Stampf.

Den süßen Abschluss bildete eine kleine Rhabarber-Tarte mit Buttermilchparfait.

Die anwesenden Convivanten hatten während des gelungenen Abends ihren Spaß an dem gelungenen Menü. Nach dem Essen gesellte sich Axel Schmidt zu ihnen und beantwortete alle Fragen. Übrigens: der „Neuling“ hat die Fördermitgliedschaft bei Slow Food beantragt.

Rückschau: „Club of Slow“ am 16.April


Am 16. April hatte der Slow-Food-Förderer G Data in die Räumlichkeiten seiner Acadamy in Bochum zum ersten “Club of Slow” in diesem Jahr geladen. Zahlreiche junge Freunde des hauses und einige Slow-Food-Mitglieder amüsierten sich im wahrsten Sinne des Wortes köstlich auf der geschmacksrevolutionären Party, auf der einiges aufgefahren wurde.

CV-Leiter Udo Strauch versorgte die Gäste mit frisch gemixten Cocktails.

Was hier im Glas funkelt, ist kein Wein, sondern ein belgisches Bier.

Der Fotokünstler Andrea Travaiani
sorgte für echt italienische Pizza.

Dr. Gert Latzel stellte die neuen mit Ultraschall veredelten Weingläser der Fa. Stölzle vor.

Boris Lantrewitz von der Essener Weinhandlung Vono Grande hatte exklusive deutsche Rieslinge zum Verkosten mitgebracht.




... und der Kicker sorgte für Entspannung,

Mittwoch, 20. April 2011

Neues Kartoffelangebot in Bochum!

Für Kartoffelfreaks gibt es etwas ganz Neues. Wenn Sie Freunde sind von La Ratte, Bamberger Hörnchen, Blauen Vitelotte, Blauen Elisen oder Roten Emalien sind: Jungbauer Jan Maasackers (Bild) aus Kamp-Lintfort am Niederrhein (Familien-Anbau seit 1934) hat einen Stand auf dem Bochumer Wochenmarkt auf dem Rathausplatz eröffnet. Dienstags und Freitags bietet er aus eigenem Anbau - und darauf wird besonderen Wert gelegt - die oben genannten Sorten an.
Natürlich hat er auch die gängigen Sorten Laura, Belana und Melody von anderen Bauern aus seiner Nachbarschaft im Angebot, sowie je nach Jahreszeit Spargel, Erdbeeren und Äpfel.

Wir empfehlen allen Feinschmeckern: einfach hingehen (der erste Stand in der Anfangsreihe von der U-Bahn-Einfahrt aus gesehen, in der auch der Brotwagen von Hutzel steht), anschauen, sich beraten lassen und dann entscheiden.
mvo



Freitag, 25. März 2011

Einladung: Westfälisches Menü im Restaurant „Zum Neuling“ am 29. April

Am 29. April lädt das Convivium Mittleres Ruhrgebiet zu einem „Westfälischen Menü“ ins Restaurant „Zum Neuling“ in Bochum ein. Das Hotel-Restaurant „Zum Neuling“ ist ein alteingesessenes Familienunternehmen in Bochum. Als Mitglied des Vereins „Westfälisch genießen“ ist Küchenchef Axel Schmidt ein ausgewiesener Fachmann für die westfälische Küche. Er bereitet das Menü nach den Kriterien, die für SLOW FOOD maßgeblich sind, handwerklich zu. „Gut, sauber, fair“ müssen die Produkte sein, möglichst von regionaler Herkunft und ebenfalls handwerklich erzeugt. Auf Geschmacksverstärker wird verzichtet.

Für den 29. April hat Axel Schmidt folgendes Menü vorgesehen:

Omas Reibekuchenvariation mit Blutwurst, Tatar von Baumüllers Räucherlachs, Mescheder Schnippelschinken mit Schmand
*****
Burger von Lachsforelle und Waller(weißer Wels)und Kohlrabi-Bärlauch
*****
Ochsenbäckchen in Rübenkrautsauce mit Stielmus und Kartoffel-Stampf
****
Kleine Rhabarber-Tarte mit Buttermilchparfait

Preis des 4-Gang Menüs 27,50 Euro ohne Getränke.

24. April 2001, 19.30 Uhr
Hotel-Restaurant „Zum Neuling“
Neulingstraße 42, 44795 Bochum
http://www.zumneuling.de/

Bitte melden Sie sich und Ihre Freunde bis zum 24. April an. Für die Anmeldung klicken Sie bitte hier.

Dienstag, 22. März 2011

Einladung: „Club of Slow“ am 16.April ab 19 Uhr in der G Data Academy Bochum!

Liebe Convivanten des mittleren Ruhrgebiets, liebe Freunde des guten Geschmacks!

Nach langem Warten kommt der Frühling wieder und mit ihm unser offenes kulinarisches Forum. Der „Club of Slow“ setzt seine Geschmacksrevolution fort: Mit wirklich originaler italienischer Pizza, Weindegustation „Deutscher Riesling“, Bierverkostung „Neues Bier“ und natürlich Mixology der Extraklasse mit und ohne alkoholische Stimulans.

Freuen wir uns auf Andrea Travaini: Der Fotokünstler aus dem G Data-Team hat nicht nur ein gutes Auge für das was wirklich angeht in der Realität. Nebenbei ist jeder gerne angeregt, sich auf seine Bilder in der aktuellen Ausstellung „Incontri“ im Bahnhof Langendreer einzulassen. Nein, er kann auch Pizza zubereiten. Mediterran pikant, mit besten Zutaten und gekonnt.

Da haben wir natürlich sofort eingeschlagen, als der vielgereiste Mailänder uns anbot, für den „Club of Slow“ eine kulinarische Sonderschau des gar nicht platten italienischen Küchenklassikers aus dem Ofen zu zaubern. Danke Andrea und Bravissimo: Diese Art des Kulturtransfers entbehrt nach unserem Geschmack der Kunst ebenso wenig, wie die Fotografie.

Der Klub der Langsamkeit hätte nicht so schnell schon so viele Fans, wenn er nicht so vielseitig packende Degustationsmöglichkeiten anböte. So wird uns unser Freund Boris Lantrewitz, ein versierter Weinfachmann, der zu unterscheiden vermag zwischen manipulativer Produktion und erfahrenem Winzerhandwerk, einige interessante Rieslinge anstellen. Alle sind spontan vergoren, ungeschönt und einfach mit der ungezwungenen Zeit im Bunde hervorgebracht. Aber langsamer Wein ist anders als der Mainstream, der sich mittels der modernen önologischen Verfahren uniform über die Welt ergießt: Probieren geht hier erst einmal über studieren.

Aber: Damit auch klar ist, dass wir mit Modernität, Fortschritt und Schnelligkeit an sich kein Problem haben, bitte mit der neuesten Gläsertechnologie der Welt. Nach einem Verfahren von Dr. Gert Latzel sind die Gläser unter Einwirkung von Ultraschall veredelt worden. Ihr als Gäste des „Club of Slow“ habt das Vergnügen mit zu den ersten zu gehören, die das ausprobieren dürfen. Und damit alles seine Ordnung hat für ein echtes Aha-Erlebnis, könnt Ihr zum Vergleich denselben Wein aus einem behandelten und einem unbehandelten Glas verkosten. Und liebe Skeptiker: Ers´ Versuch macht kluch!

Hinter der Überschrift „Neues Bier“ stecken für hiesige Vorstellungen sehr ungewöhnliche, gleichwohl für offene Geister sehr einnehmende und überraschende Biere unterschiedlicher Ausprägung. Von staubtrocken/säuerlich, über Himbeer- und Kirschfrucht bis kakaoartig und süß. Die zugrunde liegenden Brautechniken entstammen jedoch alter Kultur und sind in Abteibrauereien oder aufgrund regionaler Besonderheiten zur Blüte gekommen. Das Reinheitsgebot mit seinen mehr als 200 Ausnahmeregeln als Dogma ist in dieser Hinsicht eine schlimme Form der Selbstbeschränkung, die Genuss ausschließt und andere Bierkulturen ignorant herabsetzt.“ Neues Bier“ bietet attraktive Tropfen auch für Nichtbiertrinker und Weinliebhaber!

Marc, Chris und Udo sind unsere Mixologen, wie das Neudeutsch für Barmixer heißt. Ein Schwerpunkt für uns ist selbstverständlich immer auch das Nichtalkoholische, nicht nur für das fahrende Volk. Doch gerne auch mit, und immer mit feinsten Zutaten. Mal was mit Gin und Aloe Vera-Saft, das wär doch mal ein neuer Kitzel…

Dazu kommen, neben den Standards wie Espresso in Barista-Manier, 100% Arabica von der Bochumer Rösterei RöstArt, bestimmt wieder Geschmacksangebote aus unterschiedlichen kulinarischen Disziplinen. Lassen wir uns überraschen.

Dass die Impulse in den „Club of Slow“ von Leuten kommen, die sich in eine kulinarische Disziplin vertieft haben, oder von einem ess- oder trinkbaren Kulturgegenstand besonders enthusiasmiert sind, ist ein dynamisches Element dieser Veranstaltungsreihe, das über das Gefallen an der Sache hinaus Vernetzungen schafft und Geschmacksbildung auf die menschlich angenehmste Weise geschehen lässt. Vielleicht ist so der praktische, revolutionäre Geist des „Club of Slow“ am einfachsten zu verstehen...

Die Räumlichkeiten in der G Data-Academy laden zu so ziemlich allen Gesprächs- und Gruppensituationen ein, die einen Abend individuell angenehm machen können, in Baratmosphäre, zurückgezogen in ruhiger Runde oder in die Küchensphäre eingetaucht...

Zu guter Letzt die Info, dass der „Club of Slow“ zukünftig erst einmal alle drei Monate stattfindet. Bis dann,
…und einfach mal leckere Grüße aus dem SlowFood-Convivium Mittleres Ruhrgebiet

Club of Slow, G Data-Academy, Königsallee 178/Bochum, Samstag den 16.April ab 19 Uhr

Dienstag, 8. März 2011

Einladung: Traditionelles Bratheringessen am 15. März im Haus Wenzel, Herne

Brathering im Haus Wenzel

Am 15. März veranstaltet das Convivium Mittleres Ruhrgebiet sein mittlerweile traditionelles Bratheringessen in der Fastenzeit. Wie immer treffen wir uns in Herne-Sodingen im Haus Wenzel. Wirtin Helga Wenzel brät und legt ihre Heringe selbst ein, dazu gibt es frisch gemachte Bratkartoffeln.

Bodenständige Eck-Kneipe...

... mit musealer Ausstattung

Haus Wenzel feierte im Oktober des letzten Jahres sein 100-jähriges Bestehen. 1910 als „Restauration Joh. Ropertz“ gegründet, übernahmen Helga und Manfred Wenzel die typische Ruhrgebietsgaststätte in 1970er Jahren, die bis heute ihren gutbürgerlichen Gründerzeit-Charme nicht verloren hat.
Weitere Informationen zum Haus Wenzel finden Sie hier.
Anmeldungen zum Bratheringessen hier.